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stellte ihn wieder her 1718 , aber nach demselben Pro - fil , und 1721 . riß er von neuem weg . So ist es seit dem i2ten Jahrhundert her immer gegangen . Zum Glück kam man , obgleich nur nebenher , auf den Ein» fall , eö könne doch nicht schaden , wenn man die neuen Deiche , die man wieder herzustellen hatte , ein wenig höher und fester mache , als sie vorher gewesen waren . Auf diese Art wurden sie denn nach und nach etwas besser . Aber wie schlecht sie noch im Anfang dieses derts gewesen sind , haben die erwehnten Jahre 1717 . und 1756 . gezeigt . Gegenwartig sind die meisten in Norderdithmarschen so , daß ich glaube , sie halten eine Fluch aus , wie die von 1756 . Von allen an allen Stellen möchte ich das aber nicht sagen . Sie sollten auch nicht bloß zur Roth aushalten , sie sollten noch Uberschuß von Starke haben .
Es ist sehr begreiflich , daß , da man ehmals so schlechte Deiche hatte , die Überschwemmungen auch häufig waren , wovon die Chroniken des Landes so voll sind . Eö ist viel Marschland verlohren gegangen . Wenn man das überschwemmte Land nicht wieder be - deichet , so wird es bald ein Raub des Wassers . Zu . weilen bleibt es so liegen , wie es in der Fluth zugerich - tet ist , und das Wasser verlauft sich wieder . Aber an der See , wo der West - und Nordwestwind drauf steht , behalt Strom und Wellenschlag starkern Andrang auf dasselbe , nachdem es seiner Deiche beraubt ist , und spühlt es immer mehr weg , erniedrigtes , macht es zum Watt , das laglich von der gewöhnlichen Fluch überlaufen wird , und kann es bis zum Boden des Flusses und der See heruntersetzen . Ob nicht wirklich Dikhmarschen ehedem viel weiter sich hinaus in die See nach Westen zu erstreckt habe , wie es die Tradition sagt , und wie Mejer es auf der Charte von 1559 . bepm Dankwarth gezeichnet hat ? Daran zweifle ich
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