Full text: Reisen in die Marschländer an der Nordsee zur Beobachtung des Deichbaus (Erster Band)

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fm habe ich doch auch in der Wilstmnarsch viele Perso« nen kennen ge lernt , die sich auf der See versucht hat - ten . Aber was Kultur und Moralität betrifft , so kann ich , nach dem zu urtheilen , was mir hiervon bekannt geworden ist , was mir , nicht von Einzelnen , sondern als Sitte , von dem größern Haufen , gesagt ist , un« fern jandsleuten den Vorzug geben . Aber ich unter - stehe mich nicht , bestimmter etwas darüber zu sagen . Vergleichungen der Art sind die schwersten , und Ur - theile der Art die ungerechtesten , wenn sie nicht recht treffen . 
Was die Verfassung im Deichwesen , und den Deich , und Uferbau selbst betrifft , so sind unsere Deiche jetzo im Ganzen stärker und zweckmäßiger abgeflacht , als sies an dieser Seite fast durchgehends sind . Unsere Werke in der Wilstermarsch und die Steindeiche nebst dem , was zu Brunsbüttel gemacht ist , sind ftcylich so kostbar noch nicht , als die hiesigen Werke zu Ritzebüt - tel ; aber wenn man die wirklich angewandten Sum - men vergleichen könnte ; und dann von den hiesigen Werken abrechnen würde , was sich bloß auf die Schif - fahrt zu Cuxhaven bezieht , id> meine die Baaken und die großen Steinwerke zu den Seiten des Hafens , und bloß das in Anschlag bringen , was zur Erhaltung des jandcö veranstaltet ist , so mögte unsere Nordseite eine noch größere Rechnung von ihren Deichskosten seit 1756 formiren können , als die südliche . Ist aber die Frage von der Tüchtigkeit und Zweckmäßigkeit des Baues , so laß unsere Wilstermarscher und unsere Brunöbüttler immer so viel unzweckmäßiges gebaut ha - den , als man will , genug , sie haben sich bis hieher so brav gegen die Elbe vmheidigt , daß von dem bedeich - ten jande , seit 1756 . ihnen keine Quadratruthe entris - sen ist . Dagegen giebt es auf dieser Seite der Elbe Stellen , wo man dem Fluß hat weichen müssen , ohn - 
erachtet
	        
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