Full text: Newspaper volume (1919, Bd. 4)

ZwsîLss Blatî. 
V-x. 231. 
Denkschrift Wee ètc NàLĢsge 
Dr« der Nationalversammlung vor» ReichSfinanz- 
«iņîşier Msostellte Denkschrift «Znx BaļàşķķW!" gibt 
àleitenL zunächst einen Lröerblick über büe Entwick 
lung der SctUtoSeaJegjittg während der Kriegsjatzre 
»nd schildert dis nrrt der Revolution beginnende kà 
stropha!e WenLn-rg, die zum first voLstSMge« NirLsr, 
brach führte. Nach der Darlegung der Gründe für den 
Niedergang bis zur Revolution und die früchoren Er. 
tzemnaßnahmen, firhrt sie Denkschrift die Erü«Se für 
tzķs Dàtaen-wsànģ feit dor Revolution. aus. In 
'diese: Beziehung werden erwähnt: die große Einfuhr 
von Lebensrnitteln und Rohstoffen nach dem Abschluß 
des Waffenstillstaydsvrrftags, die schwierigen inner- 
politischen DerhZltnrsse, die ständigen Unruhen, die 
Streiks und Lohnbewegungen, die Machtlosigkeit der 
RsAiorung irr den besetzten Gebieten, die zur llaber- 
schwemmung derselben mrt Luxuswuren führte, die 
Kapttulflucht wegen Terrors und bevorstehender 
Steuerzugriffe, notwendige Abdeckung dor früher ein 
gegangenen Bàtakredite, der ständige Drück des un 
geheuren schwĢAsnden Msàtemņaterîals' in Wsst- 
«ul» Noàuropn. 
Die Denkschrift gibt schlietzlich einen lleberLick 
H die geplanten neuen ÄaHnatzsre» zur Hebung der 
Bakuto. linier anderem wird dazu ausgeführt: Dss 
erste große Mittel sind innere Ruhe, Ordnung, uner 
müdliche geregelte Arbeit und strengste Sparsamkeit 
eins allen Gebieten. Angestrebt wird eine Sesters Re- 
geÄug der Ern- und Ausfuhr, namentlich der ersteren, 
nach den Bedürfnissen Deutschlands und die Wieder 
herstellung der Zollgveaze rm Weste«. Damit muß auch 
die Zollgesetzgebung wirffam gestaltet worden. Die 
Preispolitik »«feres Ausfuhrhandels mutz den Bedurf- 
niche.n unseres Landes angepaßt werden, zumal da der 
hsLtrge Export zium. Teil kein natürlicher, sondern in 
folge der Wertersi̫S bor Auslandsvaluta e-n Aus 
verkauf ist. Die Preisprüfungsstellen dürfen einen gft 
ļunden Export nicht verhindern. Die Sper'-ndrsbrift 
der Fakturierung nur in Merk oder in fremder Valuta 
erscheint den Interessen des Ausfuhrhandels ahtrSa-.- 
lşch. llņbsdinyt erforderlich ist. daß alle Finanzgo- 
kchäfte der Reichs- und Landesbehörden rm Verkehr mit 
rem Ausloà ihre vollständige. Mfawmenfasiovg bà 
!>kerchsfina«Mini?teriuM erfahren, dessen Kontrolle 
ach auch die Gemeinden kür ckre «lslänLischen Finanz» 
sper-ationen zu unterwerfen haben. Nutzen würds es 
versprechen, wenn die Leiter der Reichànk und der 
deutschen Privatbanken rege Fühlung mit der F-nanz- 
melr des rreutralcn Auslandes nähmen, wobei zu 
prüfen, bliebe, ob angesichts der gsmeimlamen Inter 
essen aller Länder an einer großen Kêl'şiorung aller 
Valuten der Roden für eine îņtermotG« rl« Kons««») 
geebnet werbe« könnte, die insbesondere die Frage 
per großen ļņterņŞoņân Anleihe zuAUnstŗņ der säN- 
im mit entwerteter Valuta zu lösen hatte. Mchtig 
ist die Regelung der schwebenden und die Grw?m>n.g 
neuer Bàtakredite. Unsere Industrie schreit nach 
Rabstoffen» zu deren Bezahlung uns dis Mittel fehlen. 
Gs muß gelingen, sie auf Kredit oder gegen beloàre 
Zahlurrgserleichterungen zu beschaffen. Dazu mutz dos 
geschwundene Vertrauen der- Auslandes in unfem. Ar- 
beits» und Zahln n.g?t->.higļetr Mrüikksb'sn, wotür ge 
regelte innerpolitische Verhaltnisie »ich anhaltende Ar 
beit die Vorbedingungen sind. 
pLSVLMAiEitKS. 
NsudWyxger TsgeSlstt. 
über „Erziehung zur Heàànst. eine Aufgabe 
der Kulturpflege", und Stadtbaninspektor JaL- 
stsmŞtona erläuterte ,Are Aufgaben der Bra- 
vinzralberatkmgsstello für Kriegerchrung. 
Der. Leiter des KrsiswohlfahrtsamteK, Dr. 
Kording-Heide, zeichnete, in großen Zügen den Auf-. 
des 
WoHşşstzNLKpşLsgO. 
kJ Rorderdithmarfchsn» 1. Oķt. Der 
şahrtstaģ des Krrişes Roàdith-narscher» wurde 
m der Aula der Oberrealfchuîo in Keid' unter dem 
Vorsitz des Land rats Dr. Kracht vor einem größe 
ren Publikum abgehalten. Der Geschäftsführer 
‘ms Deutschen Vereins für ländliche Wohlfahrts 
pflege, Oekonomierat Lembķc-Bêrlrn, sprach über 
„WotzlfahrtSverei n und Kreismoh! fahrtsamt." 
Sodann wurde eins Kreisgruppe dos Deistschen 
Vereins für ländliche Wohlfahrtspflege gebildet. 
Oberlehrer Dr. Dehning-Bremen verbreitete sich 
über dos Thema ..Bolksbockschulw-efen". Kunst 
maler Groß-Weimar hielt einen Vertrag 
Gîfeà Mmunex. 
Geschichte eines Frovensch'cksals p. Rsinyots Ort wann. 
Rach.dru.ck verboten. 
„Aber das das. ist doch ganz unmöglich- — 
Niemals ist zwischen ihm und mir etwas geschehen 
oder etwas gesprochen worden, das mir eure solche 
Wsicht^begreiflich macken könnte." 
..So muß er Ihrem Verhalten wohl eine an 
dere Deutung gegeben haben, als Sie es vermute 
ten. Denn, er war feiner Sache jedenfalls von 
vornherein sehr gewiß. Wie hätte er sonst un 
mittelbar nach der Heimkehr eine seit langem be 
stehende Verlobung losen und den Kampf um die 
Einwilligung feines Vaters aufnehmen können?" 
..Das hat er getan?" 
Es klang wie ein Auffchrei -des Schreckens und 
der höchsten Bestürzung. Und rro« der hindernden 
Verbände, die unrer dem losen Morgenrock noch 
immer ihren Oberkörper umhüllten, neigte sie sick 
weit vor m einer erregten Spannung, die aew'ß 
nichts Freudiges hatte. 
..Es würde Ihnen kein Vehsimnis aebliebcn 
. lein, auch wenn ich es verschwiegen batte. Und ich 
halte es in Ihrem Inte.reffe für geboten, daß Sie 
voll« Klarheit Über die Verhältnisse gewinnen, 
«he Sie einen Entschluß fassen. Sie wenden über 
das zertrümmerte Liebesglück einer verratenen 
Braut HinurrgfHr-eit'n muffen vn Ihnen Platz am 
Schottschen Familienherde einzunehmen. Und Sie 
werden all Ihre LiebenswLMgkeît aufzub-^ v 
haben, um den alten Herrn mit Wahl seiner 
Sohnes auszusöhnen. Für die leidenschaftliche Ju- 
nrigllng, di« Shstt bei Ihnen voraussetzt, wird fa. 
nahmen, der sozial-wirtschaftlichen Fürsorge uird 
der Kriegsfürsorge, für die Hinterbliebenen und 
Kriegsbeschädigten. Besonderen Wert legre der 
Redner auf dre allgemein« kulturelle Hebung des 
Gesamtstandes der Bevölkerung, die zu einer Land- 
kulturpflege in den vorwiegend ländlichen Kreisen 
führen mühe. Die bereits vor dem Kriege be 
obachtete Landflucht fei nichts anderes als eine 
als MaffenerfHeinung auftretende Wanderung zu 
höherer Kultur. Daraus ergebe sich als Aufgabe 
für die Wohlfahrtspflege, einen Ausgleich zwischen 
den persönlichen Wünschen der Landbewohner und 
den ländlichen Verhältnissen zu schaffen. 
* 
Schleswig-Holstein, 29. Sept, Sin Lssdosļiņrņz- 
amt. Rach den bliche ragen Plänen soll Schleswig- 
Holstein ein eigenes Landssnnanzam-r mit drei 
Wterlungen -erhalten. Per Sitz der Abteilung für 
indirekte Steuern und Zölle soll Altona, der Sitz 
der Abteilung für die Verwaltung dos reickseigs- 
nen Vermögens Kiel fein; bezüglich der Wreilung 
für die direkten Steuern steht noch nicht fest, ob ihr 
Sitz Schleswig oder Kiel sein wird-. 
Fehmarn. 2. Okt. Beendigung d»s L^ndar- 
bsitersirerks. Wie von der Gaulsitung des Land- 
arbeîteroeràaàs mitgeteilt wird, ist der Land- 
arbàrstreik auf der. Insel Fehmarn beendet. Die 
Arbeit ist wieder aufgenommen worden. Am 19. 
Oktober werden Verhandlungen mit den Arbeit 
gebern stattfinden. 
Hņfunr, 80. Sept. Kreistag. Als Provinziol- 
landtagsabgeordnete wurden vom Kreistag des 
Kreises Husum gewählt Lanorat Nasse, Bürger 
meister Dr. Rose-HusUm und Deichgraf Dàrfen- 
Mönkebvll. Mitgeteilt morde, daß der eine der 
berühmten Renaissance-Kamine des Hufumer 
Schlosses, der seinen Platz im Rittersaal hatte, in 
folge des schon vor einigen. Jahren beim Kauf des 
Schlosses abgeschlossenen Verrrages jetzt dem 
Kaiser Wilhelm-Museum in Berlin übergeben wer 
den mutzte, während die übrigen Kamine Husum 
erhalte» werden sän. Zur. Lnt-rstützung des 
Wohlfahrt- und SLàrskns' l'karchschl-.-swigs be 
schloß der Kreistag eine jährliche Beihilfe von 
1800 zu bewilligen. 
~ ” 
t um, 
t iņ drei Jahren 
diesem haltlosen 
Sie kamen aus 
, darf annehmen. 
Adsàmung wei- 
Mittel zu dem 
Sicherheit zu u 
r Lļerrumèeļņ 
-r Aus dem Norden, 1. Ol: 
diL ALsLimmunA, Letzthin, ging 
die Abstimmung werde wohl erj 
stattjinden. §s ist natürlich mit 
Kar ächt bestellt wie mit anderen 
den Reihen der Ş-'gner. Wall 
daß das Cerücht vo.n der späten 
ter nichts ist als ein dänisches 
Zweck, di« deutschen Wüble.r in ' 
gen, um sie später um so siàr 
Gerücht 
n Pfedi.* 
können. --- Eine neue Eingabe wegen der Bak«ta« 
frage ist 
von de» nmd>chr?swrg!chon dänischen 
Banken, sowie von Vertretern der verschied' 
anderen E-werbszweige, w Z^ndm'mt'ch-a^. Han 
dels- und Handwerker^«!«,- die Hoderslev 
Bant zu. einer Versammlung èinģ^iaoen mären, 
erlassen morden. 
Aueņà. 1. Oki. Di» L"4n»«Kestâņ >,a» 
Kreishaukes haben an den K-eisausschuß sin.« 
Forderung um Einführung eines einheitlichen Ge- 
haltstarifs gestellt, wie dies bei. anderen auswär 
tigen Behörden der Fall ist. Dir vom Kreis bis 
her gezahlten Löhne fu" Ans»ste.llte bewegen "ich 
zwischen 1<0 Und 350 Mk. 
Insel Alfen, 1. Okt. Eine WindmSble ochge- 
brsnnt. Sonntag früh ist dre Windmühle in Ätzer- 
ballig holz niedergebrannt. Mit dieser Mià'dîe 
auş beherrschender Höhe lag. ist wieder ein topi 
sche« Stück Alfen verschwunden. 
Wernförde, I. Oft. Zum Sondurbeitrrşireik 
Bom Sauleiter Hansen in Kiel ist ein Telegramm 
allerdings das eine so wenig Abschreckendes naben 
p“ das andere." 
..Aber, mein Gott, dos ist f» schrecklich! — 
Wonn ich nur begriffe, wodurch ich das alles ver 
schuldet haben soll! —. Me — nie habe ich ansere 
äl« freundschaftliche Empfindungen für Herrn 
Schott gehegt. Lnd nie bobs ich ihn an anderes 
glauben lassen. Wenn er meinetwegen etwa« so 
Anrechtes getan hat, so geschah es ohne mein Wrsi 
jen und ganz gewiß g»gen meinen Willen." 
-.Es kommt ja auch niemanden in den. Kinn, 
Sis dafür verantwortlich zu machen. —Und Sie 
dürfen sich nicht aufregen, liebe Gisela! — Schott 
'st Dm Ende wohl der Mann, Sie durch seine Liebe 
d'.e Widerwärtigkeiten vergessen zu machen, die 
be? der besonderen Beschaffenheit der Verhältnisse 
im Anfang auf Sie warten mögen." 
..Aber davon ist doch überhaupt nickt die Rede. 
"n meiner Aegemvärtigen Lag« œiim ich kernes 
Manne? Anrvag angenommen haben. Und in kei 
ner Zukunft würde ich einem Manne ongedören 
wollen, der um meinetwillen zum Wortbrüchigen 
und zum Verräter geworden ist." 
Das war das Wart. nach dem Hermann LHL- 
ninzh sich ges-hnt, und um dessen Koimnen er in 
şràràr Erregung gebangt batte. Rach der Art, 
Ui-e es gesprochen war. umv nach allem, was er von 
dem Charakter dieses Mädchens wußte, setzte, er 
nicht den. geringsten Zweifel in die Aufrichtigkeit 
der Versicherung. Und nun. da er seiner Sache ze- 
wiß war. durfte «r getrost ferne Taktik ändern. Er 
bemühte sich. einen väterlich warmen Ten an-.u- 
fcklaaen einen Ton. der chm ireikich zu ,remd 
war, um den Klang voller Echtheit zu loben — 
eingelaufen, in welchem die. Anerkennung d 
neugewähüen Kreisvertrauensmannes Schmidt 
und dessen Bevollmächtigung zur Führung non 
Verhandlungen kurzweg o.bgelshnL wird. " Eine 
Abordnung der Streikleitung wird sich zur Sau- 
leitung nackf Kiel LegaLsn und versuchen, die. Sache 
Antmort-Tele.- 
. Hauptleiàng an 
iw. Streikleitung gerichtet hat, hieß es, der Inhalt 
bkr^.Antwort fei ausreichend, während es in Wirk- 
ilchkert heißen mußtet ausweichend. 
Tckernförde, 2. Okt. Abschied des Pröpsten 
Fsņèeņay vom Amt. Nach 4Lfährrger Amtstätig 
keit tritt Propst Foàņay vom Amte zurück. Sr 
tu?, dres mit einem öffentlichen Abschiedswort, in 
welchem «r der ELernf. ZLg. zufolge sagt: „NaĢ 
dem mein (besuch um Versetzung in den Ruhestand 
aus ^Gesundheitsrücksichten zum 1. Oktober vom 
Konsistorium genehmigt worden ist. trete ich heute, 
von meinen kirchlichen Aemtern zurüL Ohne Gott 
und Glauben sind wir Menschen arme Leute: nur 
der lebendige Glaube an Jesum Christ macht reich 
und selig in. Loben und Sterben — das ist die 
Botschaft unserer Kirche; das ist. auch meine Bc-r- 
kündigung gewesen in den 42 Jahren meines 
Amtslsbens. Ich scheide, aus demselben mit herz 
lichen Segenswünschen für alle Glieder dieser. Ge 
meinde. und dieser Propstei." 
Kiest 2. Okt. OöeÄSrgermLister Sîàmaņņ 
wird gehe«. Im Anschluß an die Vorgänge in der 
letzten Kollegiensitzung hat eine Aussprache unter 
de.n Stadtverordneten, stattgefunden, in der dir 
Fraftronsoorsitzeàn beauftragt wurden, über die 
weiteren Schritte zu beraten. Die Beratung der 
Froftionsvorsitzenden ergab Einstimmigkeit dar 
über, daß es nicht im Interesse eines ruhigen Fort 
gang? der Verwaltung liege, wenn der Oberbür 
germeister fernerhin im Amt verbleibe. Aus dem 
Grunde ersuchen die Stadtvsrordnänvorjteher 
Linderrann, bis zur Erledigung der Angelegenheit 
dre Disnstgeschäfte einem Vertreter zu übertragen. 
Lindemonn wird sich, wie es heißt, dieser Äuffar- 
drrunq der StadtvertretUng fugen und ist bereit, 
sein Amt niederzulegen, nachdem eine Regelung 
fe*' Angelegenheit«« erfolgt ist. 3«* Aus» 
lsàĢ des Kreuzers „RegsnsSWg". Die. Füh 
rung drs Kreuzers .Regensburg" wird in den 
Handen de? Korvettenkapitäns Albert Gayer lie 
gen. Gaper wellte in den letzten Tagen in Ber- 
fin, um. wie anzunehmen ist. van den in Frage 
kommenden obersten Behörden noch Anweisungen 
fur. die. Auslandsreise zu empfangen. —- Die streķ- 
ftà« TratwportmLeà erklärten in einer Vcr- 
sammvtng erneut, Löß La? Entgegeàmme» der 
'Äàrtgeber zu gering und aus diesem kstrunde am 
Streikbeschluß festzuhalipn sei. Lm dw Brotver- 
sorgung für die minderüemittän Beväfterungs- 
kreise sich««» stellen, wurden dm Bere'«sbäck»«i 
und die Bäckerei des Konsum-Vereins freigegeben. 
Auch auf die Pro»rnzial-Bààngsstelle srsti.ecki 
sich der Freiqabsüsschluß. — Dia Kieler Seeleute 
gagrir de« Strä Eine Versammlung der Scck-- 
lruto und HasenarLeiter verurteilt in einer Etttl 
schlftßung entsch'-den d<r? Proklamieren von wil 
den Streiks in. den Hafenstädte» Lurch Len Ssc- 
Ell mLNnsbund. Dre Spicule und Hafenarbeiter er- 
ftärsn. nach wie vor weiterzuarbeiten, zumal dor 
Streit nicht gegen die Unternehmer, sondern gegen 
den Transportarbe.ite.Ņ.rband gerichtet sei. 
O ŞtapelhÄ«, 1. Oft. Ernte ist hier 
überall bosn-er, nur Bohnen sieben noch vereinzelt 
au» dem Felde. Die Kartoffeln stehen noch halb- 
MeîLKAş 
&&&. §. GLLsLer. 
Umgegend des Bundes Deutscher Kriegsheschädig- 
ter wurde am Sonntag hier vollzogen. Versin?-- 
lokal ist der Gasthof zur Post. 1. Vorsitzender ist 
Ņ. Lübbe. 2. Vorsitzender Harm. Homfeld, 1. 
Schriftführer Harm. Paay. 3. Schriftführer Mlh. 
An-rasen, Kassierer Christian Klausen. 
4- Hohn, 30. Sept. Snort, llnser vor einem 
halben Jahre gegründeter Sportverein brachte «m 
vorletzten Sonntag sein erstes Wettspiel zum 
trüg gegen den Ratenhöfer Sprelverein Re-Lsbu'-g. 
Budàdorş. Ein schneidiges Spiel, das nmr ern 
ster llàņg während der "kurzen Zêir drs Zusam- 
menspiels zeugte, ließ unsere 1. Mannschaft mit 
einer große« Punktmchrzahk Wer dis 1 Mnem 
schuft de? Gegner den Sieg errsinMn. Am letzten 
Sonntag war die -SchlagballmannschE der Rend-- 
burger Seminar-Praparande hier. ELenbüft-gm: 
Gegner war diesen geübten Spielern unsere j.. 
Mannschaft- Tar; flotte Spiel endete mit : şgr 
ļiir Rendsburg. Dsr junge Verein dürfte- mit. de: 
so gut bestandenen Feuertaufe wsbl m ? iwhn kein. 
t Bàlàf. £. OL Şrhàgt aufAeftià 
wurde heute -morgen auf dem Grasplatz der Hsllsk-- 
jchen Anlagen der Aàitsr Heinrich K., hier, fe 
nsnstr. Grund zu der Tat soll ebt Reruenleften 
sein. 
Aus fchkesĢî§-hoLşiGMşichKL 
LĶRè- und Nsá§Mkàschķ. 
dm 
Mt b$r ģ$nhfm$$ t 
durch die Verordnung des RekĢlLirt- 
schaftmîņîsters «ine Lösung gefiràņ hat. dşè durch, 
aus nicht dem Interesse der Landwirr'chafr enft 
spricht, beschäftigte sich der GesamLvarstand de« 
Gchleswîg-HoPeÌnşşĢ» Bauernvereins in fei; 
Münster. Der Bauernverein wird dafür eintrete», 
daß die Verordnung dss Oberprästdenten dm 
Vnovrnz Schleswia-Hslstein. in Kraft bleibt. Dah» 
Vorgehen des ReichŞļr^chaftsamteô muß als 
ungesetzlich betrachtet, werden, weil ein zwang?-- 
wirtschaftlich erfaßtes dem freien Han 
del mcht übergeben -werde» darf. Die weitesten 
landwirtschaftlichen Kreise haben au? diesem un 
gesetzlicher. Korşb-n die notwendigen Folgerungen 
gezogen ^und die Viehlief-.'«rnger: eisig-stellt. Die' 
Landwirtschaft steht auf dem SLairdpurrkt, dos 
NeîchŞ'ĢĢştsamt bebe durch dvs gekennzeichnet 
U Vorgehen den Nachweis eàcht, 'daß die Aust 
xechtrrhàng der Avangswirrschokt unhefthrr ^ 
worden ist. 
wr-gs draußen. Der- Handel hgt überall begonnen, 
der Preis Lewsgt sich Mische« 20—25 Ji für 200 
Wund. 
D LŞgwedel, 1. Oft- Anschluß a« dis r.E» 
Kerla«îys»trà llnsere Gemeinde bekommt An 
schluß an die lloberlandz-entrgle Neumünster und 
zwar über Dätgen. Die Masten für die Zuleitung 
sind bereftd austgrstellt. Man rechnet damit, daß 
die Leitung zu Weibnachten in Betrieb genommen 
werden taun. 
Hshenwestedt. 1. Ort. Ķrîegàîchiidigte, 
Die Gründung einer Ortsgruppe Hohenwestedt und 
und er m-rhn-te sie in eindringlich scheineàn Wor 
ten, nichts zu übereilen. Wenn jetzt Fran Mari 
anne. die wohlwollende Goön.erin des Heiratspro.' 
ftktos. an seiner Stelle gewesen wäre, so batte sie 
dem jungen Mädchen die Vorteile der BeŞîàņg 
nicht anschaulicher darlegen und r»is xsrfönlichtm 
Vorzüge des Bewerbers nickt in hellere Bàuch- 
tÄNg rucken Rinnen, als er cs tat.. Dem Manne, 
desien Sache er als sine hoffnungslos verlorene 
ansah, wurde er zum beredten Fürsprecher wenig 
stens bi« ru einer Grenze, »her die hinauqugehen 
eine berechnende Vorsicht ihm auch jetzt noch verbot. 
Minutenlang hatt«, şşiņe’to- ihn gewähren las 
sen, dann iiel sie ihm mübe ins Wort: 
„Ich -danke Ihnen für sie gute Absicht. Herr 
Generalkonsul — aber es ist wob! nicht not-wendig, 
noch werter darüber zu sprachen. Dann für Die Ant 
wort. die ich Herrn Schott zu geben bähe bedarf 
es für. mich keines Aeberlegens mehr. — Wer — 
nicht wahr? —- ich soll mcht geAiWnaen sein, ihm 
diese- Antwort seihst zu erteilen?^ 
,,Es sieht Ihnen natürlich frei, sie ihm durch 
mich zukommen, zu kaffen. Obwodl ich ja allerdings 
furchten muß. iii seinen Augen für. einen schlechten 
SachvL»mâ.r şi galten, wenn sie nicht so ausfallt, 
wie er. es -.'h-ofst und erwartet hat," 
Ein mattes Lächeln huschle über Giselas Ge 
sicht. 
.Sie können ihm mit besten Gewisien ver» 
sichern, daß Sie alles für ihn getan haben, was 
möglich war. — Soviel, daß ich V- beinahe stürch- 
tsn muß. mir durch meine Wlehnu-ng Ihren lln-- 
willen zugezogen zu haben," 
„Was diese Sorge betrifft, liebe Grsela. so er- 
-st Eà-fttedt, t Oķt. 8ŞÄs»rrtschKstliches, 
Anker dem günstigen. Einfluß der gFEgesi Vit, 
törung der letzten Sepremberwochsn, konnten die '»> 
unsern Marschen vorhaktnismastig spät, in Angriff 
genommene ErnteorLsiten dpch rasch wonftetfe* 
ssetzon. Weizen und Hafer sind àgefahren. und 
nur die V-chiwn. die letzte Frucht der Felder, sie-- 
hen noch in Hocken auf dem Acke-r. werden ober 
auch in wenig Tagen unter Dach gebracht.sein. 
Dann sind die Felder leer, und. die Herösihestellv.natz 
die bis fetzt wenig über erste Anfänger hinous- 
gekommen ist. karrn dann ohne Störung beendet 
- werden. In geringen Mengen werden Jft'gqen 
und Wintergerste gesät, meistens Wetze«. 'Dch 
Ņiden habe« nach ein grüne-- ft-uchss Şsftâen. 
und der gsgemvörtig« Stand befriedigt. Mil 
dem Lufnshmcn der Kartoffeln hat inan auch be 
reits angefangen. Tfa. Ernte fällt durchgehend?' 
gut aus: doch tritt manchenorts die Faule ans. 
Damp fdreschmaschine» sind überall in voller Tä 
tigkeit und bàn augenblicklsib lohnenden Ber- 
dienjt. — Sammlung. Für die FlSchtiingĢŞr-. 
ge sind in Carding 5-64 Mt., in Tonn.inc 786 Ml. 
gesammelt. — ®e« (Nenjtw»!* für Girr ist im 
Kreise, von M auf si-ll, der Berb"oucherpr«is von 
68 auf 35 Mg. herabgesetzt. — Aus französischer 
Crjangsnschast kehrte «och reichlich 8 Jahren der- 
Sohn des Amtsvorstehers Brink-Oldenswort heim. 
lavüen Sie mir vielleicht, Ihnen nach ein paar 
Worte im Vertraue« zu sagen, sobald wir über He 
Angelegenheit des Hem- Schott, vollkommen im ttU 
non sind. — tzzch soll chm also jstde. Hoistrung neh 
men? — Das ist Ihr onsdriķchêr Wills?" 
«Ja — ja — ft.de." 
»Und nicht blos für fetzt, sondern ftr alle Zu, 
tunst''"' 
«Für alle Zukunft, Herr EsņcrânstlN^ 
«And Sie Werden es niemals bereuen? — 
Weà mich niemals in Ihrem Hetze» ļrşşchâ-. 
gen. Sie durch i-rgendein Ällort zu dieftm EnŞtzşşe 
bestimmt zu haben?" 
..Wie könnte ich bau -- nach allem, «oft Sie 
zugunstmr des Herrn Schüft- "nd feines Anrmgre. 
gesprochen-" ' x 
„Hut'denn! — Ich übernehme Ihren Nustrag 
so. wie er mir erteilt words« Ģ. Lņd ich wekîn' 
darauf bedacht sein, mich nach StftfiftM Ihr.-- 
ergenen. Worte zu bedienen,. — Run àr zu 7t«s 
beiden, liebe Gisela: — Denn ich bi« hallte in 
zweifachem Sinne als sin Bittender zu Ihnen ge 
kommen — als ein Bftten.Hr für und nach 
ihm ftir meine eigene PerzonD 
Es war jetzt dunkel gewordsu, daß sie ve« 
dem'Manne, der da vor L;r säst, -kaum noch die Um- 
rißlinisn der msichtigen Gestakt zu evttxnm «-;u- 
mochte. And vielleicht geschah es dm ikfar 
D'»àft-'îi willen, daß seine letztsn Worts sie mit 
eigcnÄmlich hMLonnender Unruhe erfüllst«. 
,S5, Herr Generalkonsul -- » ; e Knms >r». 
Bitte beschaffen sein, dir ick- Fönen xa rrfstffen «er. 
mochte?" 
fFsrtsàng folgt?.-
	        
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