ay
den alten Charten von 1559 . beym Dankwarth noch als eine Insel . Diese ist hinten mit dem Lande zu , sam mengegangen . Aber vorn an der Seeseite hat sie verlohren , und die Stelle ist jetzo mit Wasser bedeckt , wo vorher die Byfumer Kirche gestanden hat . Noch in diesem Jahrhundert ist Land verlassen worden . Vor dem jetzigen Deich ist das Vorland nun fast alles weg . Der Deich selbst har seit dreyßig Iahren schon seinen Fuß verloren , und mit einem Bollwerk , oder Fußhol« zung , versehen werden müssen . Die Erde des Deichs ist dazu sandscharig . Es braucht nur Wellen von siger Höhe , um sie wegzuwaschen .
Dieß sind hier denn freylich Umstände , die schlimm genug sind ; zumal für die hiesige Hydrotechnik , die noch in der Kindheit ist . Thut man aber nur ernstlich zur Sache , und macht vernünftig die Einrichtungen , wie solche Umstände sie erfordern , so ist dieser Deich zur Zeit nichts weniger als unhaltbar . Es müssen noch andere Veränderungen , draußen in der Lage der Sandplatten , sich eraugnen , ehe die See so stark hier zusetzen sollte , daß man die Vertheidigung aufgeben müßte .
Diesen fußlosen , mit einem Bolüverk gestützten , sandscharigen Deich hat man einige und dreyßig Jahre durch kümmerlich erhalten . Das Bollwerk ist von der simpelsten Art ; die Köpfe der Pfahle stehen aber an einigen Stellen über die hinter ihnen liegende Erde des Deichs hervor , und schwachen den Wellenschlag gegen die Seite . Jährlich wird die Erde hinter dem Boll , werk , wie bey allen solchen Deichen , etwas ausge . spühlt ; es werden hie und da Bohlen weggerissen , und die Anker entblößt . Die Seite des Deichs oberhalb des Bollwerks bekommt Löcher , die jahrlich wieder auszufüllen , und mit Stroh zu besticken sind . Weiter hinauf aber erhält sich die EraSschichre , oder Grün -
schwarte .