Siebenter Brief .
Hemmermuther Außendeich . Beschrankung der Flüsse durch die Deiche . Menge des Schlicks in dem Ey . der . und Elbwasser .
Heyde .
Liebster Onkel .
ey «semmermurrh an der Eyder ist ein Außen« deich , der größte in Norderdithmarschen , im Durchschnitt drey bis vier Fuß über die gewöhnliche Fluth hoch . Man findet ihn schon aus der Charte beym Dankwarth . Er ist jetzo größer , ein Beweis , daß es an dieser Stelle schon seit anderthalb hundert Iahren her aufgeschleift habe . Ob dieser Außendeich mit Vcrtheil bedeicht werden könne , wäre der Mühe wohl werth zu untersuchen ? Jetzo wird er , wie die übrigen , bloß zur Viehweide gebraucht . Das Gras ist salzig , und bekommt dem Vieh sehr wohl .
Als von dieser Eindeichung in Gesellschaft gespro« chen ward , fand sich jemand , der mit großer Heftigkeit dagegen sprach , und ein Unglück für die obern Gegen« den an der Eyder davon fürchtete . Diese würden als - dann , wie er meinte , zur Zeit der hohen Fluthen nicht so schnell deö vor ihren Deichen aufgestaueten Wassers entledigt werden , als jetzo , weil man dieOeffnung zum Ablauf vermindere , wenn man den Deich weiter hin - ausrücke . Die Furcht bey diesem Manne kam aus dem Herzen , nicht aus dem Kopf . Sein Vortheil ist - eS „ wenn es so bleibt , wie es ist . In der Natur der Sa - che ist dazu kein Grund . Es ist ja klar . . Einen Bs - den , den der Fluß so ganz verlassen hat , wie ein solches hohes Außenland , den braucht er auch nicht mehr , und «6 ist in Hinsicht seiner gleichgültig , ob und wie man
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