ihn in Beslß nehme , oder nicht ? Wenn hohe Fluchen hineintreten , das Wasser also theilS von dem , was von unken einlauft an6 der See , theils von dem , was von oben hei unter kommt , »ind zurück gehalten wird , sich gegen die oberhalb liegenden Deiche aufgestauet hat , und nachher die Fluth ablaßt ; so können freylich die obern Gegenden nicht so schnell wieder besreyt werden , wenn das Wasser durch eine mehr beengte Ocffnung heraus soll . Das ist wahr ; aber man darf nur ken , daß durch die enge Oeffnung mich nicht mehr so viel von unten einläuft , und nicht mehr so viel oder nicht so bald daö obere aufstaune . Es muß also auch langer dauren , ehe das Wasser oben bis zu der größten Höhe gegen die Deiche anwächst ; es kann also vielleicht gar nicht so hoch kommen , als sonst . Und wenn das auch , so haben wir den ganzen Nachtheil darin , daß es langsamer zu der Höhe hinaufsteigt , und wenn es diefe erst erreichet hat , auch etwas langsamer wiederum davon hminter fallt . Dabey ist die meistenmaleVor - theil . Ich rede von der Sache überhaupt , wenn nem - lich die Frage ist , ob ein an den untern Theilen eines Flusses liegender Außendeich ohne Schaden der obern jander bedeicht werden könne ? Hier in dem gegen» wartigm Fall war e6 vollends ungereimt , so etwas zu befürchten .
Aber ich hörte bey diefer Gelegenheit auch andere Klagen über die zu große Beschrankung des Flusses durch die Deiche , womit die Alten aus jandgeiz allzu« nahe an den Fluß hinan gegangen seyn sollten . Das - ist eine andere Sache ; und die machte mich aufmerk , fam . Ich versichere Sie aber , daß ich nirgends nach - her ein Beyfpiel angetroffen habe , was sicher als ei« Beweis dafür hätte gelten können . Ich sehe auch nicht , wie man den Fehler so leicht begehen sollte . Bey den obern Flüssen , wo keine Fluth und Ebbe ist , die
aber