aber gewaltig von dem Oberwasser austreten , und de« ren kleinste und größte Wasserhöhe bis auf mehr als zwanzig Fuß vermieden seyn kann , da ist «6 begreif» lich , daß ev nökhig fty , von den gewöhnlichen Ufern noch auf beyden Seiten mit den Deichen etwas entfernt zu bleiben . Die Italiener schreiben dazu einen Ab» stand des Deichs vom Ufer vor von 40 bis 50 Fuß^ ) , auch etwas mehr , je nachdem das gewöhnliche ten des Wassers starker ist . Allein der Grund hiezu fällt bey den untern Theilen der Flüsse , wo sie Fluth nnd Ebbe haben , größtentheils weg . Die Flüsse ge» brauchen hier wenig mehr Breite , als sie zwischen dem grünen Voruser an beyden Seiten haben . Hat man also nur außer den Deichen so viel Vorland gelassen , als gewöhnlich geschieht , wo die Deicherde außerhalb genommen wird , so kann man schon sicher seyn , daß man den Fluß nicht über die Gebühr beschrankt , und ihm nicht in seine Normalbreite , wie 0ilberf * d ) laq sagt , gegriffen habe . Hier sind zwar an der Eyder , wie an allen bedammten Flüssen , jeho viele Deiche , die gar kein Vorland haben , an deren Fuß unmittel - bar der Strom geht ; aber ich denke , das sey nicht von Anfang an so gewesen . So sollte es wenigstens nicht gewesen seyn . Vorland muß man etwas lassen an den Flüssen , wie an der See . Vorland ist bekanntlich der Schutz des Deichs , halb so gut , als ein Vordeich vor dem Hauptdeich , der von dem lehtern vieles abhält . An den Flüssen kommt noch des Eisganges wegen ein Grund mehr hinzu . Aber wenn man dabey tet , was man beobachten muß , wenn man nicht fehler - Haft deichen will , fo kann man mit seinem Deich so viel wnb einfassen , als da ist , und als sich mit Vortheil einfassen laßt .
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* J ^acc°It3 , <l'Anton clel uioviinento dcll acquc . Tom . 6 . l» 440 .