Full text: Reisen in die Marschländer an der Nordsee zur Beobachtung des Deichbaus (Erster Band)

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Achter Brief . 
Höfterbau an der Eyder . Krümmungen der Eyder . Fluth und Ebbe des Flusses . Eine steinerne Schleuse an der Eyder . Verschiedenheit der Marschen an den Flüssen . Auch in Hinsicht auf den Deichbau . 
Heyde . 
Liebster Onkel . 
ald oberhalb des erwehnten großen Außendeichs wird das Vorland wiederum schmal . Von da geht der Höfrerbau an . Dieser hollandische Name kömmt von hoofd , caput , ( Vorgebürge , wenn es aus höhern Bergen besteht , ) weil es künstlich gemachte Hervorragungen des Ufei s sind . Diese Einbaue haben sehr viele Namen , fast in jeder Marsch verschie« dene . In der hiesigen heißen sie Höfter . Sie sind an der Eyder durchgehende ans Busch gemacht , mit Pfahlwerk gegen das Eis umsetzt . UebrigenS von simpler Construction , besonders was die Verbindung des Busches betrifft . Sie müssen hier die Kunst nicht suchen , die Belidor angiebt ; nicht einmal so viel , als man nack Vösens Anleitung , jenseit der Elbe , in den obern Flüssen findet . In der That ist dieß aber auch hier nicht nöchig . Der Fluß ist nirgends reißend , wie Flüsse es überhaupt nicht sind , in ihren untern Theilen , wo Fluch und Ebbe ist . Man legt die Höfter so , wie die Umstände an jeder Stelle es mit sich bringen , wo nemlich das Vorland schmal ist , und stark angegriffen wird , und läßt es , wie es gewöhnlich in Praxis geht , vorher aufs äußerste ankommen , ehe man sie legt . Ich Hab ? Steilen getroffen , wo das Wasser selbst in den Fuß des Deichs schon eingriff , und wo man noch sich Zeit genug zum Höfterlegen zu lassen schien . An ei - nem Plan , der mehrere Strecken umfasse , und wobey 
zugleich
	        
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