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leute . Werden diese Angaben als richtig angelwm - men , „ so kommt ohngesehr sür jede Meile in dem Fluß „ weiter aufwärts ein halb Fuß Veränderung dieses „ Unterschiedes heraus . " Aber ich muß Ihnen dabey sagen , daß die Bestimmung der ordinairen Fluthhohe noch viele Correction erfordere . Sie ist selten zwLY Fluthen nach einander sich gleich . Sonderbar genug , diese gewöhnliche Fluthhöhe wird allenthalben in allen Deichgesctzen als eine bestimmte , und bekannte Gren^ linie angenommen , nach der die Höhe der Deiche sich richten soll ; und sie ist das nirgends bis auf einen Fuß mehr oder minder . Ich werde auf diesen Punct in der Folge noch aufmerksam seyn . Was selbst Brahms angicbt , sie zu finden , reicht nicht weiter .
Eine Meile bis anderthalb oberhalb Friedrichstadt wird das Wasser der Eyder schon rvrack , und zur Noth trinkbar fürs Vieh ; das ist etwan 3I bis 4 Meilen von der Mimdung des Flusses an der See . Noch zwey Meilen weiter bey Delv , wo man Eyderlächse fangt , die doch am Geschmack den Nordischen nicht gleich kommen , auch so fett nicht sind , wird eS für vol . lig süß gehalten . Für mich freylich war e6 nicht trink« bar , als im Nothsall .
Diese Grenze , wo das Wasser in unsern Flüssen anfängt süß zu werden , scheidet die anliegenden WiCX * schen in solche , die am salzen , und in solche , die am iußen 5Vasser liegen . Ein Unterschied , der im Deichbau sehr zu merken ist . Wo das Wasser süß ist , da haben das tand und die Deiche , und noch mehr die Außendeichc , eine ganz andere Gestalt , als die , woran man sich jn den untern Marschen , zumal in denen an der See , gewöhnt hat . Hier sieht man mehr Büsch , und Baumwerk ; und in der Nähe Gehölz , Bäume . Auch außerhalb des Deichs Gartensl üchte und Sommerkorn , hie und da gar Wintersaaten . Man könnte nach dieser
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