Full text: Reisen in die Marschländer an der Nordsee zur Beobachtung des Deichbaus (Erster Band)

Verschiedenheit die Einteilung der Llußmarschen in oberen und unteren bestimmen . Doch mögte ich , in Hinsicht auf den Deichbau , die Marschen noch etwas genauer nach ihrer jage classisiciret wissen . Erstlich nemlick sind See , und Llnßmarschen zu unterschei - den . Die leßtern liegen entweder unten an den sen , wo das Wasser noch falzig ist , und wohin also auch sicher dieLlurh und Abbe geht ; das sind die Untern ; oder da , wo das Wasser schon juß ist , aber doch die gedachte Wechslung noch merklich ist . Die sehe ich für die mittler« an . Und denn noch die obern Flußmarschen , die keine Fluch und Ebbe ha - ben , wo also auch das Wasser des Flusses sicher nicht mehr mit salzem Meerwasser vermischt ist . Derglei - chen giebt es , wie man weiß , an der Elbe weit hinauf . Der Wasserbau an der See , und der unten an den Flüssen , sind schon verschieden ; aber auch der , in den Mittlern und obern Marsche» , ist nicht derselbe ; darf und sollte es wenigstens nicht seyn , wenn man zweck - mäßig bauen will . 
Die Mittlern Marschen sind fast durchgehendö angenehmer , als die untern . Ihre Deiche sind auch von den größten Beschwerlichkeiten der untern und der ober» srey , oder doch viel weniger damit belästigt . Der Eisgang ist hier nicht so gefährlich , theilS wegen der Bewegung des Wassers , die von Ebbe und Fluth kommt , theils weil der Fluß gemeiniglich noch eine ziemliche Breite hat ; obgleich sonst das Eis schlimm genug an ihren Deichen und Vorwerken wirken kann . Sie haben keine so hoch aussteigende Anschwellungen des Wassers von dem Austreten der Flüsse zu befürch» ten , als die obern . Der Wellenschlag ist ihren Wer - ken nicht so schädlich , als an der See und weiter nach unten . Dagegen ist auch fteylich der Boden dieser Marschen nicht so fett und fruchtbar , als in den untern , 
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