Full text: Reisen in die Marschländer an der Nordsee zur Beobachtung des Deichbaus (Erster Band)

1 - - k , 
so erlaubt es die Logik nicht , aus Erfahrungen Folgen zu ziehen . Wenn man bedenkt , daß ein successlves Zunehmen der größten Fluchhöhen auch stärkere Sturm - winde , und wenn es auf den Wellenschlag mit kommt , größere Auötiefung unsers Meers vorausseht , so wird man nicht sogleich in diese Hypothes hinein^ gehen . Noch sonderbarer kam es mir vor , als ich einen gewissen PracticuS dieß als einen unwiderlegli» chen Grund anführen hörte , weshalb es mit aller Theo» rie im Deichbau eine mißliche Sache sey , so lehr Drahms sie auch empfohlen habe . Ärahms ist nicht nach dem Geschmack unserer Practiker , worüber ich mich nicht wundere . Sie können nicht den ten Theil von ihm verstehen , und trösten sich zuweilen damit , daß der Mann selbst keine Praxis gehabt habe . Je nun die Traume im Wachen dauern länger , als die im Schlaf . Wenn man gechan hätte , was Brahmö so angelegentlich empfahl , und anrieth , e6 sey auö Vernunft und Beobachtung , oder auö eigener Praxis , und nur seit 1717 . eö so gemacht hatte' so würden wir doch Deiche gehabt haben , die 2 Fuß höher ge - wesen , als die zur Norm genommene Fluch von 1717 ; und diese Deiche würden denn auch die Fluch von 1756 . ouögehalten haben . Dadurch , daß diese letzte Fluch Ein Fuß höher ging , als die vorhergehen» de , ward es denn nöthig , eine neue Deichhöhe zur Norm anzunehmen , und so hätte man seitdem die Deiche noch um einen Fuß erhöhen müssen . Was für ein Uebel würde denn dag gewesen seyn ? 'Auf die Art wird man sich doch für die nächste Fluch wie» 
derum 
>st M Hamburg n Zoll unter der von 1756 . gewesen» auch , n Eydelstedt ist sie um Ein Fuß , und noch et - was mehr , niedriger bemerket worden .
	        
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