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Eilfter Brief .
Deiche um Eyderstedt . HDerbau . Aufwallung des Wassers vor segelnden Schiffen . Inländische Was . serfchrt .
Tönning .
Liebster Dnkel .
^>ier bin ich wieder zurück von meiner Tour um Ey» <y derstedt . Sie ist des anhaltenden ralihen windi« gen Wetters wegen nicht sehr angenehm gewesen . Ich habe bis jeho die Sonne in meinein lieben Vaterlande nicht gesehen . Aber eben die windige Witterung hat mir einige interessante Scenen verschafft , die ich sonst nicht gehabt haben würde , und die mich jetzo , da sie vorbey sind , gar sehr schadlos halten .
Den größten Theil des Weges habe ich oben auf den Deichen gemacht , oder doch meinen Wagen machen lassen , wenn ich selbst zu Fuße ging . Das letztere that ich viel , wie ichs thun muß zu meinem Zweck , aber dießmal noch mehr , weil der Wind stark und kalt wehte , und es oben auf den Deichen unan« genehm zu fahren war . Dabey vergaß ich leider mei« ne sonstige Maxime auf Reisen , sich nicht warm zu kleiden , wenn man zu Fuße geht ; und nicht kühl , wenn man fahrt . Ich behielt meinen Ueberrock im Gehen an , und kam in Schweiß ; nachher ward ich wieder kalt , und trug auf diefe Art ein Flußfieber da - von , was mich einen Tag zu Haufe gehalten , und noch jetzo nicht ganz verlassen hat .
Die Deiche um Eyderstedt sind hohe und starke Deiche , und , wie sieö im Jahr '756 . bewiesen haben , gegen die stärksten Sturmstuthen haltbar . Doch auch an einigen Stellen nichts mehr , wie diefelbige Er .
E ' fahrung