fahrung gewiesen hat , ob sie gleich an andern , und wohl an den meisten übernöthig stark sind . Die stärksten Westerhever Deiche sind doch in der erwehnken Fluch so zugerichtet gewesen , daß kaum ein Mensch mehr darauf hat gehen , und daß man sie mit einem Stecken hat durchstoßen können . Sie hatten also nur zur Roth auSgehalten . Die Kappenbreite der Eyde» stedtischen Deiche ist da , wo sie zugleich die Fahrwege sind , zwischen 18 und 24 Fuß , an einigen Stellen noch mehr . Darin liegt ihre Starke . Sonst sind sie gar nicht vortheilhaft dossirt , weder an der Wasser« feite , noch an der jandseite . Die letztere ist bey den meisten so steil , daß der Deich seiner großen Masse ohnerachtet , durch jedes Ueberlaufen des Wassers über die Kappe , in Gefahr kommt , ganz verlohren zu ge« hen . Sicher , wenn dieselbige Arbeit , womit diese hohen und dicken Erdwalle aufgeführt sind , mit meh« rerer Einsicht geleitet wäre , wenn man nemlich zweck - maßiger sie construirt , und dadurch auch diejenige Halt« barkeit gegen das Wasser ihnen verschafft hatte , die von der Form abhängt , die ihnen durch die Vernunft mehr , als durch den Arm des Tagelöhners gegeben werden kann , so würden sie vollkommen , gar überflüssig sicher »ind unüberwindlich seyn . Es ist zwar gut , daß sie so sind , wie sie sind ; allein sie bedürfen doch an vielen Stellen ihrer großen Dicke ohnerachtet , an den Seiten , zumal nach unten zu , einer Verstärkung , an einigen auch einiger Erhöhung . Die übermäßige Breite der Kappe ist gut , wo sie einmal da ist , lind kann zum Fahrwege zugleich genutzt werden ; , aber es scheint , man habe auf diesen Nutzen , als man die Deiche machte , mehr gesehen , als auf den sonstigen Zweck . Und da gestehe ich doch , ein so hoher Fahrweg in den Marschen ist , wie ein hängender Garten für diesen Zweck allein , «in wenig zu kostbar .
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