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Vordertheil des Schiffs , und so auch eines jeden im Wasser fortgehenden Körpers , der nicht ganz unterge - taucht ist , in die Höhe über die Horizontalflache , wo - gegen es an der hintern Fläche niedriger ist , weil es nicht sogleich dahin abfallen kann . Ist die Bewe - gung langsam , so bedeutet dieß nichts , zumal in einem freyen offnen , breiten und tiefen Wasser ; auch nicht , wenn die Vorderfläche des bewegten Körpers weder er - heblich breit , oder tief ist . Aber unter den entgegen gesetzten Umständen , zumal wenn das Wasser seicht ist , oder schmal , und wenn die Fahrt schnell geschieht , macht diese Aufstauung des Wassers ein wichtiges Hin« derniß in der Fahrtaus ; und dann müssen auch die vorauslaufenden Bewegungen im Wasser , die von ei - ner solchen Aufwallung entstehen , merklich feyn .
Hier
suche gebrauchten , in der Mitte der Vorderflache ( remou central ) bis zu 4 ? Zoll Bar . bey einer Ge . schwindigkeit , die noch nicht 4 Fuß in einer Secunde war , und in einem freycn Wasser . In allen Versa - chen in eingeschloßnen engen Canalen , insonderheit in denen , dm» Enden verschlossen waren , zeigte sich dieß Aufwallen , bey sonst gleichen Umstanden , weit starker , als wo das Wasser frey an den Seiten des bewegten Körpers abfließen konnte . Es folgt von selbst , daß auch die Seichtheit deS Wassers , worinn die Fahrt geschieht , die Aufwallung vergrößern müsse . Ich fand diese daher allenthalben in den hollandischen Canalen , in dein trocknen Sommer 1780 . , sehr lich , weil damals eben das Wasser niedrig war . Sie hängt noch außer der Breite und Tiefe des Wassers , und der Geschwindigkeit der Bewegung , von der Größe und Figur der Vorderfläche des bewegten Körpers ab . Es ist also sehr begreiflich , was dem Herrn Franklin auffiel , daß große Schiffe in den kunstlichen Canale« weit mehr Widerstand in ihrer Bewegung finden müs . sen , in Vergleichung mit den kleinern Fahrzeugen , als nach der . Proportion der Größe der eingetauchten Vorderflächen .