Full text: Reisen in die Marschländer an der Nordsee zur Beobachtung des Deichbaus (Erster Band)

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gen , kann es fast nicht fehlen , die Vortheile von beque« men Wasserfahrten müssen überwiegend großseyn . 
An einem Strauchhöft bey Catingsiehl sähe ich auch etwas , das ich noch nicht gesehen hatte . Es ist mit ho - hen Eis - und Sturmpfählen umsetzt , und diese Pfahle sind durch eine eiserne Kette , etwa in der Mitte ihrer Hö - he über dem Boden , mit einander verbunden . Wie man aufden Einfall gekommen fey , weißich nicht , abersoviel ist gewiß , was man auch immer durch das Eisen hat be - wirken wollen , so wird sich dasselbe durch Holz , durch so genannte Rimmen , wohlfeiler und eben so tüchtig , erhal . ten lassen . 
Mein Fuhrmann hatte Lust , mich von Schwam . pelhorn aus , über die Watten und über einen Queller , oder wie sie hier sagen , voller , der weiter hinaus in der Eyder liegt , nach den Dünen bey St . Peter hinaus zu sah» ren . Das geht an bey hohler Ebbe . Das Vieh begiebt sich taglich dahin über , um zu grasen ; und kommt zur Tränke bey der Ebbe zurück . Wenn eine höhere Fluch bevorsteht , pflegt es solche zu wittern , und nicht hinaus zu gehn , sonst halt eS sich während der gewöhnlichen Fluth draußen aufder flachen Insel auf . Allein der Wind stieg immer mehr auf . Als es zur Abfahrt kam , äußerte der Mann mir allerley Bedenklichkeiten . So blieb es dabey , , und ich verlohr am Ende nicht viel , da ich doch den ganzen Weg auf dem Deiche machen und dü Aussicht nach der See hin haben konnte . Nachher fand sichs , daß wirS so am besten gemacht hatten ; denn der Wind ward um Mittag fast sturmartig . 
Bts so weit dießmal . Von den Dünen bin ich ganz voll . Da muß ich einen eigenen Brief zu anlegen . Ich bin : c . : c . 
Zwölfter
	        
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