Full text: Reisen in die Marschländer an der Nordsee zur Beobachtung des Deichbaus (Erster Band)

mit einer Sandüberschwemmung , die zwar nur lang , sam fortgeht , aber schwerer aufzuhalten und Verderb» licher ist , als eine Ueberschwemmung vom Wasser . 
Wie diese Sandberge da wohl mögen entstanden seyn ? Ob sie schon so alt sind , als das feste tand der Geest ? Wahrscheinlich nicht in der Gestalt von dicht <rn einander liegenden Hügeln und Bergen , die sie jeHo haben . Aber vielleicht als ein hohes Sandriff ? Oder »b sie nachher vom Winde aufgcwehet * ) sind , wozu 
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* ) Daß Dünen aufgewehet werden können , leugne ich nicht . Der Wind kann bekanntlich Sandberge zu« sammen wehen . Wahrscheinlich wenigstens ists der Wind» von dein sie die jetzige hüglichte Gestalt erhal - ten haben . Denn das Meer macht an den Stran - den gern alles eben , und füllt die Zwischentiefen aus . Eine Sandbank in der See ist auf ihrer Oberflache niemals so uneben und mit so vielen nahe an einan» der liegenden kleinen Buckeln besetzt , als die Dünen sind . Aber ob sie wirklich zu der Hohe aufgewehet sind , vom Strande herauf , nachdem das Wasser schon seine gegenwartige Höhe gegen das feste Land ange« nommenhat , ist eine andere Frage ? Giebt es ein Beyspiel , daß Dünen auf einem ebnen Strande auf . gewehet worden , und da entstanden sind , wo keine waren ? und wo kein hohes Ufer war , das dem auf - gewehten Sande zur festen Wand diente , gegen die es sich aufstauen ließ ? Herr Zveluc stellt ste sich als aufgewehet vor , in den Briefen über die Gesckickte Oer Erde . J & tief 84 . 2ter Th . der deutschen lieber« setzung . S . 5 . Sebaft . Anrnaat in seinen gen over den HoeJt van Holland beruft sich ZUM Be« weise des Aufrvehens darauf , daß sie auf ehedem bebautem Marschboden liegen , wo sie vorher nicht legen haben . Mein dieß Phänomen läßt sich viel natürlicher aus dem Schicksal unserer Dünen erkla» ren , was wir , so zu sagen , vor Augen haben , nemlich aus ihrem Uebergewehet - und Versetztwerden , davon unten die Rede ist .
	        
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