die See an dem flachen breiten Strande nur die Ma - terie , den Sand , herbey geführt habe ? So hätte die Marsch , woran sie liegen , doch schon vorher da seyn müssen . Aber wie denn diese dahin gekommen sey , ohne daß zu Westen entweder hohe Sandwatten gelegen haben , oder gar über der Fluthhöhe hervorragende Sandstriche , woran gegen West und Nordwest die Wellen des Meers sich gebrochen , und dem sich an« setzenden Schlickboden zum Schuß gedienet haben , ist nicht leicht begreiflich . Ohne eine solche Vormauer im Meer schlickt es gegen Nordwest nicht an . Ich will auf diese Frage nachher zurück kommen ; vorher Ihnen aber melden , wie die Dünen jetzo beschaffen sind , und was für Veränderungen sie in ihrem jetzigen Zustande vom Wasser und Winde annehmen .
Die hiesigen Dünen sind , wie schon gedacht , nach innen zu , und oben , überall , und die südlich lie - genden Theile bey St . Peter auch an der Außenseite , ziemlich stark mit Sandpflanzen überzogen . Aber an den meisten Stellen ist an der äußern Seite der Sand ' entblößt . An der nordwestlich laufenden Strecke Key Ording wehen die vorbey streichende Nordwestwinde jedes Kraut mit der Wurzel weg . Von dieser letztem Strecke ist viel Sand auf die andern südöstliche hin gewehet . Aber auch die begrünten Stellen , wo der Sand fester ist , hören eben so wenig auf , ein Spiel des Windes zu seyn , als die nackten Stellen . Das Wast ser , so weit es bey den Fluthen hinaufreichet , greift sie alle an . Hohe Fluthen machen große Veränderungen auf einmal . Der Sand schmelzet so zu sagen im Wasser , und der Wellenschlag reißt oftmals in einer Fluch einen halben Hügel herunter , und ebnet den Sand über die Fläche des Strandes hin . Was starke Win - de thun können , wie sie Höhen wegnehmen , und Höhen wieder aufwehen , habe ich fast mit Augen gesehen ;
ohne»