Full text: Reisen in die Marschländer an der Nordsee zur Beobachtung des Deichbaus (Erster Band)

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gen , die schon ganz durchgingen , wieder zugeworfeis , wenn sie nur nicht gerade durchgehen , und nicht schon allzubreit sind , daß auch das Wasser häufig und frey in sie hineinspielen kann . Denn wo das ist , da siopst sich die Oeffnung so leicht nicht zu , e6 müßte denn die Kunst zu Hülse kommen . 
Dieß Aufwehen des Sandes ans Ufer geschieht mit westlichen Winden , und am häufigsten im Som - mer , wenn die Fluchen nicht hoch auflaufen und der Sand bey jeder Ebbe trocken wird . Freylich wehen auch die östlichen Winde wiederum Sand von der innern Seite der Dünen , und von oben wieder hinaus auf die Auf - senfeite , und auch wohl ein wenig über den Strand ins Wasser hinunter . Allein die westlichen Winde sind die herrschenden , wehen am häufigsten und stärksten . Dazu sind die innern Seiten gegen Osten , und auch die obere Fläche der Dünen mit Pflanzen bedeckt , und lassen sich also deswegen nicht so stark verwehen . Man begreift also leicht , daß selbst die östlichen Winde mehr Sand an die äußere Seite der Dünen hinbringen , als davon wegnehmen . Was sie noch weiter hinunter ins Wasser bringen , kann darum nicht viel bedeuten , weil der Strand durch das Land und durch die Dünen selbst gegen sie geschützet ist . 
Dennoch begreife ich daraus noch nicht , wie Du« nen aufwehen , wo noch keine sind , oder wo nicht ein ho« hes Ufer schon vorhanden ist , wogegen der Sand sich aufstemmen und halten kann . Ich will die Möglich - keit nicht leugnen . Der Zufälle sind eine Menge , die sich denken lassen , und Veranlassung zu einer vorzügli - chen Aufhäufung an einzelnen Stellen werden können , wo denn der Sand , wenn er etwas Festigkeit men hat , zur Aufnahme von mehrerem Sande geschickt ist . In den großen Sandwüsten auf dem Lande wer« den Hügel ausgewehet . Allein hier an der See , auf 
einem
	        
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