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Dreyzehnter Brief .
Fortsetzung des vorigen . Beweise von dem Fortrücken der Dünen . Versanden des Marschbodens .
Tönning .
Liebster Onkel .
0 ? ch fange in Hinsicht der Dünen damit an , daß ehe» dem dergleichen an Stellen gelegen haben , wo jetzo keine sind , und daß jctzo da Dünen liegen , wo vorher keine gewesen sind . BeydeS ist außer allem Zweifel» Das bestätigen alle Nachrichten von den Gegenden , w» Dünen sind . Man kann beym üulsfö viel finden von den holländischen Dünen . Ich habe die hollandische kleine Schrift von Anemaat , die Lulofs anführt , die Bemerkungen über die Ecke von Holland * ) , che Stelle ich noch selbst künftig zu besehen denk«» , ge« lesen . Die Erfahrung lehrt das augenscheinlich . Aber es ist unnöthig , Beyfpiele dazu außer Landes zu suchen . Man kann auch die so feste , und mit allen'Umstanden übereinstimmende , Tradition von dem alten Süd - strand , was westwärts der jetzigen Dünen gelegen , und nach den Charten beym Dankrvarth noch 1340 . da gewesen seyn soll , nicht verwerfen . Eben so wenig als eine andere , daß jetzo schon Land in der See liegt , und ein ansehnlich großes Land , was ehedem innerhalb der Dünen zur Marsch gehört hat . Ich habe vorher schon erwehnt , daß am Fuß der Dünen unter dem Sande sich Marscherde finde . Sieht man die^ach ?
richten
* ) Körte Aanmerkingert over den Hoek van Holland , desfelfs voorgaande ennu tegenwordigefituation door Sebaflian Anemant , ohllt Drvckvrt und Iahrzahl , 2% Bogen in 8 . '