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eiiage
3111« Nendslmrger Königlich - priviiegirtcn Wychenklatle.
M 4,
Sonnabend den 23. Januar.
1847
Gruß an Deutsche.
Von Schmidt von Fulieck.
(«. dessen - rieber, 3te Auflage. Maua, Hammeeich. 1847.)
Vom alten deutschen Meer umflossen
Bi« an den alten deutschen Rbein
Ihr. meine Freud-' und Leidgenossen.
Mit mir aus deutschem Blut entsprossen,
Mit euch ivll deutscher Friede sein!
Und ob das Alke rings veraltet,
Soll deutscher Sinn sortan bestehn;
Und ob die Welt sich umgestaltet,
So lang der Gott der Väter waltet,
Soll das Geschlecht nicht untergehn.
Und hallet treu und fest am Glauben:
ES glänzen Sterne nur bei Nacht,
Und wißt, es blühen neu die Lauben,
Und todte Reben bringen Trauben —
Wenn ihren Kreis die Zeit vollbracht.
Schaut dorr am Bach sich schlummernd strecken
Den Schäserliiaben zart und sein;
Den Knaben mit dem Schäferstecken,
Den Knaben wird der Herr erwecken,
Der Rächer uns'rer Schmach zu sein.
Es soll mit Gott uns doch gelingen, •
Es muß das große Werk gedeihn!
Sv laßt die deutsche» Becher klingen.
Und eure Barden Lieder singen,
Und eure Herzen fröhlich sein.
Denn hoch und herrlich wird vor Allen
Erstehen deutsches Volk und Land;
Ich höre Klopstvck's Stimme schallen,
Ich seh' die Feuer-Säule wallen,
Und in der Wolke Gottes Hand.
Gnropa's Fürstenhäuser.
Von den jetzt regierenden zweiundfünfzig cur»,
chen Sonvcrnliien — mit Einschluß des Kaisers
Brasilien — sind am ersten Tage des Jahres
17 nur zwei über 70 Jahre alt, nämlich der
lig von Hannover, seit dem Tode des Pabstes
älteste Souverain in Europa, 75 Jahre 7
nate und der König der Franzosen, 7a Jahre
Nonate alt. Von den übrigen sind dreizehn
bis 70 Jahre, vierzehn 50 bis 60 Jahre, eils 40
50 Jahre, zwei 80 bis 40 Jahre, acht 20 bis
Jahre, endlich zwei noch nicht 20 Jahre alt,
stich die Königin von Spanien, noch nicht
und der Fürst von Waldeck, noch nicht ganz
Jahre; Letzterer ist demnach der jüngste aller
liveraine und zugleich der einzige, welcher unter
mundschast steht. — Unter allen Regenten re«
st der Fürst von Schaumburg-Lippe,'wenn die
t seiner Vormundschaft mitgerechnet wird, am
gsten, nämlich beinahe 60 Jahre; von den
igen regieren noch zwei (und zwar unter der
en Voraussetzung) über 40 Jahre, vier 80
40 Jahre, neun 20 bis 80 Jahre, cinuiid-
inzig 10 bis 20 Jahre, die übrigen sunfzchn
n denen sogar drei erst im laufenden Jahre
Regierung gekommen sind) noch nicht zehn
>re. Rechnet man aber die Regierungszeit
's Regenten, minderjährig zur Regierung ge-
tmcn, erst von dem Eintritt seiner Großjährig-
an, so ist, da tie Fürsten von Schaumburg«
pc, Lippe und Schwarzdurg-Rudolstadt und der
-zog von Sachsen-Meiningen sämmtlich längere
t »ach ihrem Regierungsantritte unter Vor-
ndschast gestanden haben (die beiden erstge-
inten 20 und 18 Jahre lang), die Herzogin von
rma von allen Souverainen die am längsten
icrcndc (seit 82 Jahren 7 Monaten) — lln-
hcirathet (und nie verhcirakhet gewesen) sind
cs Souveraine, nämlich außer dem Pabste, der
oßhcrzog von Mecklenburg-Schwerin, der Her-
von Braunschweig und die Fürsten von Renß-
hleiz, Reuß-Ebersdorf und Waldeck; fünf Sou-
aine sind verwittwet, nämlich der König von
„»over, die Großherzoge von Hesseii-Darmstadt
o Oldenburg, der Herzog von Nassau und die
rzogin von Parma; ein Souveräin (der Sultan)
t in Polygamie, einer (der Kurfürst von Hessen)
r in morganatischer Ehe, die übrigen neunund-
ißig sind ebenbürtig vermählt, und zwar einer
» dritten, acht zum zweiten Male. Von den
mahlinnen und Gemahle» dieser ueiinunddreißig
»nveraine, worunter drei weiblichen Geschlechts,
die älteste die Königin der Franzosen, 64 Jahre
Monate alt, die süngste die Herzogin von Mo-
ia, 28} Jahre alt; am längsten verhcirathet
die Großherzogin von Sachsen-Weimar, nämlich
i 42 Jahren 5 Monaten, während der Gemahl der
sttigin von Spanien noch kein volles Vierteljahr
cmählt ist. — Von den sechsundvicrzig verhei-
ihcten oder verwittweten Souverainen sind dress
nt kinderlos; von den übrigen dreiunddreißig
haben nächst dem Sultan die meisten Kinder aus
ebenbürtigen Ehen: der Fürst von Lichtenstein,
nämlich neun; der König von Baiern uns der
Fürst von Lippe, nämlich jeder acht; nächstdem
der Großherzog von Baden, welcher sieben Kinder
hat, sechs andere haden je sechs ànder, drei nur
et» einziges. Enkel haben fünfzehn Souveraine,
und zwar bei weitem die meisten der König der
Franzosen, nämlich fünfzehn, nächstdem der Kaiser
von Icnßland, die Großherzoge von Hcssen-Oarm-
stadt und Sachsen-Weimar und der Fürst von
Hohenzollern-Sigmaringen, von denen jeder sechs
Enkel hat.^ Da der Herzog von Sachsen-Alten-
m,rg nur Töchter hat, so haben nur zweiunddrcißig
Souverainc zu präsumtiven Nachfolgern Descen
denten, und zwar einer von ihnen (der König der
Franzosen einen Enkel, alle ander» Söhne;'vier
zehn haben Seltenverwandte zu Nachfolgern, zwölf
Bruder, die Königin von Spanien ihre Schwester,
der Fürst von Hohenzollern-Hechingcn den Sohn
seines Großonkels. Ohne bestimmte Nachfolger
sind sechs Souveraine; außer dem Pabste die Her-
zogin von Parma, der Herzog von Braunschweig,
dessen kruder für successionsunfähig angesehen
wird, Atthalt-Bernburg und Anhalt-Köthen und
der Fürst von Reuß-Ebers;orf. Von den sechs,
undvierzig Erbprinzen und präsumtiven Nach
folgern — von denen der von Renß-Schlei; der
älteste, nämlich Über 57 Jahre 2 Monate alt,
der Erbprinz von Renß-Greiz aber der jüngste,
ksst } Jslf)rc alt ist — sind 22 ebenbürtig und
fiiiei morganatisch vermählt, einer aber (und zwar
bereits zum zweite« Male) geschieden; sechszehn
haben Kinder, die meisten der Prinz Johann von
Sachsen, nämlich neun.
den souvcraineii Fürstenhäusern haben sich im
verflossenen ^zahre, so viel bis jetzt bekannt, folgende
Veränderungen zugetragen; Todesfälle sind 18 be
kannt geworden; unter den Verstorbenen besindcn
sich drei regierende Fürsten: der Papst Gregor
o *•’ ber Herzog Franz IV. von Modena und der
Landgraf Philipp von Hessen-Homburg; ferner
ein gewesener Souveräin, Napoleon's Brnder,
Ludwig Bonaparte, Graf von St.-Leu, ehenialS
König von Holland; die verwittwete Herzogin
(elgentlich Erbprinzessin) von Anhalt-Dessau, Mut,
ter des regierenden Herzogs, und ihre Schwester,
die Prinzessin Wilhelm von Preußen, resp. 72
und 71 Jahre alt, Beide Schwestern des ver
storbenen wie des regierenden Landgraseli von
Hessen-Homburg; Prinz Heinrich von Preußen,
Oheun des Königö, 65 Jahre alt, Prinz Wilhelm
der Niederlande 10; Jahr alt; Erbprinz Victor
von Hessen-Philippöthal.Barchscld, 2 Jahre alt,
Prinz Karl von Waldeck, Oheim des Fürsten,
48 ^ahr alt; Gr. Heinrich LY. von Reuß-Köstritz,
«■8 Jahre alt; Gras Ferdinand von Lippe-Biester,
seid, 74 Jahre alt; Großfürstin Marie von Ruß
land, Tochter des Großfürsten Michael, 22 Jahre
alt; Prinzessin Auguste von Nassau-Usingen, ver
mahlte Gräfin von BiSmark, geschiedene Gemahlin
des .888 verstorbenen Landgrafen Ludwig von
Hessen-Homburg, 68 Jahre alt; die spanische Prin
zessin Marie Louise, Gräfin von Chinchon, Ge-
mahlin des Herzogs von St. Fernando, 67 Jabre
alt; die verwittwete Prinzessin Leopoldinc von
Lichtenstein, geb. Prinzessin von Esterhazy, 58
Jahre alt; Prinzessin Louise von Hohenzollcrn-
Hechlngen, verwittwete Baronin Heer v. d. Burg,
*2 Jahre alt; Prinzessin Karoline Louise von
Schaiimbnrg-Lippe, Schwester des regierenden Für
sten, 60 Jahre alt.
Änlclligcn^ - Iln^cigcn.
Kirchliche Anzeige.
Sonntag. dcn24. Januar predigt in der Alcstadker Kirche:
VormitlagS Herr Pastor Ģiocrê,
Nachmittags Herr Pastor Ru chm an».
In der Neuwerker Kirche:
Vormittags Herr Probst Callise».
Dänische Predigt Herr Pastor Brodcrscn.
Nachmittags Herr Pastor Bale mann.
Mittwoch .Bibclstunde von Pastor Balemann.
Amtliche Anzeiczen.
0 —
Obgleich unterm 23sten v. M. von Seiten des Polizei-
amtS zur verordnungsmäßigen Vorzeigung der früher ge-
lds'ten Hundezeichen aufgefordert worden, so haben koch
viele hiesige Einwohner, welche nach dem Protokoll über
die ausgegebenen Hundezeichen solche Zeichen erhalten habe»,
bisher der ergangenen Aufforderung fo wenig Feige ge
leistet. alS unter Zurücklieferung der Zeichen anzeigen lassen,
daß die 5?unde, für die sie selbige gelöset, im Lause des
vorigen Jahres abgeschafft find. In dieser Veranlassung
werden daher alle, welche bisher weder die Zeichen haben
vorzeigen und die bei der Vorzeigung zu erlegende Abgabe
berichtigen, noch bei Zurücklieferung der Zeichen anzeigen
lassen, daß die Hunde, für die sie solche gelöset. abgeschafft
worden, »orgängig nochmals unter Hinweisung auf den § ti
des Patents vom 20stenMàrz 1807 aufgefordert, innerhalb
ackt Tagen, von heute angerechnet und' also bis zum L8ste»
d. M„ die ihnen gesetzlich obliegende Verpflichtung zu er-,
lullen. Zugleich wirb übrigens noch bemerkt, baß insofern
der vorsiebenden wiederholten Aufforderung nicht nachgelebt
werden teilte, unfehlbar nach Maaßgabe der Bestimmungen
deS oberwàhnten Patents verfahre» werden wird.
Rendsburg, im Königlichen Pvlizciamt, den
Listen Januar 1817.
Berge r.
blicanrlum.
Wenn in Folge Allerhöchster Resolution der Bestand
sämmtlicher Hohenwestedter Kirchenhölzungen, mit Ausnahme
des WeichholzeS, inigleicken der ter Kirche zu Schencfelk-t.zu-
ständigen Beringstedler Hölzung. salva approbatione öffent
lich meistbietend zum Abtriebe verkauft, gleichzeitig alter
native der Verkauf, die Derzeit- und Vereebpachkiing deS
Gnind und Bodens derselben, sowie der Verkauf dieser
Hölzunae» und der der Schenefelder Kirche zuständigen
Waringboizer Hölzung mit dem Grund und Boden aufge
bracht werden soll und zur Voruabnie dieses GeschäfiS
folgende Termine angesetzt worden, als:
in der Hölzung Balcken del JahrSrorf, DonnerSkag der
Liste Januar d. I.,
in der Hölzung Brandrade bei Falckenburg, Freitag der
LLste Januar d. I.,
in der Hölzung Brockhorn bei Glüstng, Montag der Lüste
Januar d. I.,
der Hölzuna Bockellietb bei Tappenborf, Dienstag
der Lüste Januar d. I.,
der Waringholzer Hölzung, Montag der iste Fe
bruar d. I.,
der Beringstedtcr Hölzung, Dienstag der Lie Fe-
bruar d. I.,
jedesmal Morgens um 10 Uhr,
so werden Liebhaber biemi't eingelabe», sich an den ge-
nannten Tagen^ in den betreffenden Hölzunae» einzufinde»,
zu bieten und überzubieten, und zu gewärtigen, daß de»
Höckstbieienden salva approbatione der Königliwen ScbleS-
wig-Holsteinischen Regierung der Juicklag ertheilt werde.
Die den resp. Liciiaiļonen zum Grunde zu legenden
Bedingungen liegen zur vorherigen Einsicht im hiesigen
AmtSackuariat, so wie in den Pastoraten zu Hohenwestedt
und Schencfeldt bereit.
König!. Actuariat dcê AmkS Rendsburg, den 6:en
Januar 1817.
v. Stemann,
const.
in
>n
IN
Verkauf
einer Landstellc zu Kaisborftel tut Amke
Rendsburg.
Am Montag, den 6ten März d. I.. soll die im Concurs
begriffene Landstellc deS ll. C. A. C. Blanck zu KaiS-
l'vrstel c. peer, öffentlich meistbietend verkauft Weeden, wozu
Kaufliebhaber sich am beregieu 8ten März b. I., Morgens
10 Uhr, in dem zur Blanckfchcu Besitzung gehörigen
Wolinhausc zu KaiSbvrstel einst,ide» wollen.
Die Bedingungen können 11 Tage vor dem Termin
bei dem hiesigen.BmtSaciuariat eingesehen werden, und
wird der bestellte Güterpfleger C. I a u ch zu KaiSborstel
den Liebhabern die Skelle nachweisen.
RendSdurger AmthauS, den 16ren Januar 1817.
~ v. C o S s e l.
in fidem
v. ©ifmann, const.
Am Moulage, den Lüsten Januar 1817, Vormittags
11 Uhr, soll daS zur CvucurSmassc des hiesigen HokerS
Hi »rich Carl Wieck gehörige, in der Obereiderstraße
beiegene Wohnhaus nebst Perrinenticn unter den im Ter-
min zu verlesenden und drei Wochen vorher im Etadt-
secretariat einzusehenden Bedingungen an Ort und Stelle
verkauft werden.
Rendsburg, den lO’ten Decbr. 1816.
Präsident,
Bürgermeister und Rath hieselbst
Bekanntmachung.
Die Ehefrau des Käthners Jürgen Hinrich Hauser
in Wksterrönseldt, Eva Dorothea, geb. Petersen, ist
gewilligt, ihre daselbst beiegene Kalbe mil VellehntShauS
und Kohlhos, öffentlich salva approbatione verkaufen zu
lassen. Zu diesem Verkaufe wird ecr Freitag, alS der 5re
Fehruar d. I., anberaumt und d,c Kaufiiebhaber 'hiedurch
eingeladen, sich am gedachten .Tage, des Vormittags
10 Uhr, in der geuannle» Käthe einzufinde».
Die Kauibedingungen können 8 Tage vor dem Verkaufe
hier eingesehen werden.
König!. Kirchipielvogtei zu Rendsburg, de»
Listen Januar 1817. , Wenck.
Privat - Anzeige«.
f .ff
Diesen Mittag 111 ildr entschlief sanft und ruhig nach'
zweitägigem Kranksein unser Sohn Friedrich Theodor
Bend ix in einem Atter von 111 Jahren. Diesen für unS
so schmerzlichen Verlust zeige» wir iheilnehmenden Ver
wandten und Freunden hiedurch an.
Rendsburg, de» löten Januar 1847.
C. B. v. Stochfleth, S. H. v. Steckfieth,
geb. MeSsncr. Capitain.