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l u ! cr Photographie bc-Kht jedoch darin, Latz das! 2 a 7ü sktflmftr -»ķ»
Splegelbrld naturgemäß Weniger lichtstark und La-! ĢSS VÄLEe-
rum undeutlicher ist als die Vorderansicht und Latz -
außerdem ^die Seitenansicht durch die -Spiegelung!
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folgende Lriegsteilnehmevr
Şh levs, König!. Strafanşştaltsauffcher
Rendsburg, im Felde.
Gefreiter Jürgen Otts, 5. Bättr. Regt.
Şohn des HoA-csihers Eggert Otte, Altenlkattb-eL
P. Petersen, Höbech Unteroffizier im Jnf.-
Regt Ml, Cohn der SBiti. M. Petersen, H-usb-y.
Gefreiter Jürgen Knutzem aus Meggerdorf-iU'm-
leitungsdei-ch, !Cchn des Imkers Jürg. Knutzen
daselbst.
Wehrmann Hans Stolley, 9. Komp. Jnf.-
Regt. 361, wohnhaft Büdelsdorf, Hollingstr.11.
Gefreiter Cievers, Sohn des Landmanns Jür
gen Sievers in Fockbek.
Unteroffizier Georg Kruse, Jnf.-Negt. 187,
Sohn des Schneiders Peter Kruse in Fockbek.
Vizewachtmeister Walter Sieks aus Rends
burg, Fuhrpark-Kol. 5 des 9. A.-K.
Reservist Peter Heuckens, Sohn des Arbei
ters Jakob Henckens aus Friedrichstadt.
Offizierstelloertreter E r n ft H a u f e n, Mafchineu-
gewehr-Komp. Jnf.-Regt. 86, Sohn des Gast
wirts H. Haufen in Holzkathe bei Bergen-
hufcn (1. Klaffest
Gefreiter Hans Schrien er, Jnf.-Regt. 86,
Cohn des Landmanns Jürgen Schriever in
Bergenhufen, z. Zt. im Lazarett Schleswig.
Prokurist H e i n rich Carl aus Drage.
ZŞerläşig« Mitteilungen Lber ŞrA>eàNKei>
} m Eisernen Kreuzes stich uns stets «Msmmrn
und werden kostenfrei aufgenommen.
Die PHstogMphie tm Dienste
öes Rrim'inKlisteîs»
Die kriminalistische Photographie, die bekannt
lich eines der wichtigsten Hilfsmittel zur genauen
Feststellung von Verbrechen und Verbrechern ist,
hat in den letzten Jahren zahlreiche und höchst
interessante Fortschritte gemacht. Eine kurze'Be
trachtung dieses Gebietes, wie sie der ausgezeich
nete Kriminalist, der Chef der Dresdener Krimi
nalpolizei, Dr. Robert Hcindl. im nächsten Heft
der bei der Deutschen Verlags-Anstalt in Stuttgart
erscheinenden Zeitschrift Ueber Land und Meer wie
dergibt, zeigt, inwieweit hier das -weitver-iweigte
EuSiet einer regelrechten Wissenschaft sich heraus
gebildet hat. Die drei wichtigsten Verwendungs
möglichkeiten der Kamera im Dienste der Krimi
nalpolizei sind die Personen-photogra-phie zur Iden
tifizierung eines unbekannten Täters oder Opfers,
die Tatortphotographie zur untrüglichen bildlichen
Darstellung der Einzelheiten des Tatortes und die
Spurenphotographic. Aufgabe der Pe-rsonenphoto-
graphie ist es vor allem, möglichst viele charak-
teristifche Anhaltspunkte zur Wiàrerkennung zu
geben. Hierzu ist für den kriminalistisch. Ges-ckulken
das Profilbild am geeignetsten, da es Ohr unr.
Nasenrücken am charakteriistischsten zeigt, anderer-
jeits pflegt der Laie Personen mehr auf -Gründ
der Vorderansicht wiederzuerkennen. Deswegen
führt-i ein englischer Kriminalist das System ein,
die^ Person mitsamt einem schräg zu ihr gestellten
Spic-gel aufzunehmen, södaß Vorder- und Seiten-
anjsicht auf dieselbe Platte kommen. Der Nachteil
lanöischsn Fx^NenVeseins.
verkehrt herauskommt. Deswegen wurde dieses
Syztsm durch das in den 80er Jahren von Bertillon
ausgearbeitete verdrängt. Bertillon benützt- zuerst
zwei photographische Apparats, die in rechtem
Winkel -zueinander aufgestelltwaren, schli.tzlich -aber
wandte er nur einen Apparat an und konstruierte
dafür einen in rechtem Winkel drehbaren Aufnah-
meftühl, auf den sich der Verbrecher zu setzen hat.
Diese Art der polizeilichen Personen-pbotographie
ist heute in der ganzen Welt üblich geworden.
Neben ten beiden Bildern mit Vorder-- und -Seiten
ansicht wird meist auch noch ein drittes Bild mit
Kopfbedeckung aufgenommen, wobei immer der
Grundsatz zu befolgen ist, daß keinerlei Netouche
angewandt werden darf. Die Photographie einer
Leiche zu Erkennun-gs,zwecken ist begreiflicherweise
-viel schwieriger, da der Tod die Züge entstellt und
autzerdem oft Verwesung hinzutritt. In -diesen
Fällen bedient man sich der sog. „Leichentoilette".
Die Haare werden frisiert', das Gesicht wird .ge
schminkt, den Augen- -wird durch Einspritzen non
Glyzerin lebensähnlicher Glanz verliehen, eventl.
werden sie auch durch- Glasaugen ersetzt,
manchmal im Leben -zwei -verschiedenen Personen
mit tauschender Gesichtsähnlichkeit begegnet, ist auch
das bekannte Verfahren der Fingerabdrücke un-er-
lählich, da die letzteren niemals ganz bei verschie
denen Personen übereinstimmen. Die Photogra
phien. werden in einem sog. Verbrecheralbum ge-
ammelt, und zwar legte -man früher, um nicht zu
viele Bilder vorzeigen zu müssen, für -jede Berbr-e-
cherspezialität ein besonderes Album an. Da die
Verbrecher aber oft ihre „Spezialität" wechseln,
wurde ein von- Dr. Robert Heiudl ausgearbeitetes
neues Verb-recheralbumfystem, in welchem die Ver
brecher nach ihrem Signalement geordnet -sind, in
zahlreichen- Städten wie München, Dresden Berlin
und- Stuttgart -eingeführt. Die Tatortphotog-r-aphie
ist verhäln-ismäßig noch jungen Datums. -Sie tritt
an Stelle d-es früheren -einfachen Protokolls, und ihr
einziger Fehler ist, datz sie die Matze dc-r darge
stellten Gegenstände nicht -erkennen k-ätzt und in Die
ser -Beziehung oft durch di-e perspektivische Wirkung
trügerisch wird. Da in der Kriminalistik aber oft
ein Millimeter von größter Ved-eut-un-g- ist, wurde
seinerzeit von Bertillon die von Architekten und
Geometern benutzte Ph-otogr-a-mmetrie vorgeschlagen.
Sie ist aber in d-er Praxis wegen der Ko-Uxieligkeit
der erforderlichen o-ptifchen Instrumente und der
Notwendigkeit mathematisch vorgsbild-eter Arbeits
kräfte verh-ältuismätz-ig selten. Daher wu-rde von
Dr. Heindl -ein vereinfachtes Verfahren ausgearbei
tet, un-d zwar wird.ganz einfach der Maßstab mit
-photographiert. Dieser Matzstalb, der z. D. aus den
Fußboden des Mordzimmers gelegt wird, ist aber
nicht -etwa ein gewöhnliches Zentimetsibaüd, son-
} neben der Befriedigung über die bisherigen reichen
! Erfolge die Kraft und den Segen zu weiterer
j treuer Arbeit. Möchte es ihm gelingen, im Verein
Berlin, 11. Nov. Anläßlich der 60jühr Jub-l-' mit den verwandten Organisationen die b-klagens-
feier des Vaterländischen Frauenvereins im Abqe- Ì Krregsnote zu lindern, die die freventlichen
ordnetenhaufe verlas der Staatsminister v. Möller ê £ ,”*1 ^Gerer Feinde über das deutsche Volk und
folgendes Handschreiben des Kaisers' z Vaterland brachten.
OT„ + „ vr v„vM; • . ' Trotzes Hauptquartier, 10. Nov. 1916.
- Vaterländischen Frauenverern zu dem ^ Berlin, 11. Nov. Der Kaiser richtete an die
Mzahrigen Bestehen iueiuen kaiserlichen Gruß und Kaiserin das folgende Telegramm-
eintime?" ķ Vaterländischen Frauenverein habe ich
mn herzliches Bedürfnis. Von Deutschlands erster j bereits durch Handschreiben meinen warmen Dank
treu Einig'ungskrieg 1870-71 f für sein langjähriges, treues Wirken ausgesprochen,
treu bewahrt, hat der Verein unter der unermud- \ und mir den reichen Segen veraeaenwärLiat der
vàànàAànî°^^àŗst°ndes und des hoch- ? in den vergangenen fünfzig Jahren von dieser €ti T %
ÄrtStïriSî rS»eine gesegnete j tung meiner lieben, in Eott ruhenden Frau Erotz-
F r>.dcnsat.belt leisten ourfen, deren allmähàches s mutter ausgegangen ist. Eurer Mafestät als er-
Wachstum ich ourch die fortlaufenden Mitteilungen lauchten Schirmherrin des Vereins mutz'ich noch
KänG-^^uchten ^.rotektorm. der Kaiserin und ein . Wort besonders innigen Dankes sagen. Tch
^rfolaen^^ön ^ Gemahlin, zu meiner Freude habe dachte in dieser großen Zeit oft daran, wie reich
verfolgen können. Auf Grund persönlicher Ein-1 Eott der Herr unser Volk gesegnet indem er neben
^-à wechşia) die Verdienste zui würdigen, die Gh şş den Heldenmut unserer treuen Kämpfer an der
^ x Die stille, eirtsagungsvolle und vielfach -eben-
rnmutige Arbeit «rrssrer Frauen gestellt hat.
Auch ihnen gebührt der Dank des Deutsche» Kai
sers, ob ihre Kraft unseren Kranken und Verwun-,
deten oder den Notständen in der Heimat oder aber
in knapper, schwerer Zeit dem stillen Dienst des ei
genen Haufes und den Kindern zugute kommt. Ich
weiß, wieviel der unserm Hause so nahe verbundene
Verein unter dem Schutz und der Förderung Eurer
Majestät in helfender und pflegender Liebe, auf
weiteste Kreise vorbildlich wirkend, bisher geleistet
hat. Eott segne ihn und seine Protektorin auch
fernerhin zu weiterer segensreicher Arbeit für Volk
und Vaterland. Wilhlem I. R.“
Von der Kaiserin, die dem Vaterländischen
Frauenverein anläßlich der 50jährigen Jubelfeier
ein Handschreiben übersandte, sind der Spende des
Kaisers 20 000 Mark, vom Reichskanzler 50 000
Mark und vom preußischen Minister des Innern
25 000 Mark hinzugefügt.
die beruflichen ehrenamtlichen Kräfte des Vereins Front, .... Vl ,
-m jetzigen Kriege unter dem erhabenen Zeichen des f so heldenmütige'Arbeit hk'
Noten Kreuzes, um die Pflege der Verwundeten
Da man ^ kranken und um die Fürsorge für die Auge-
hörigen und Hinterbliebenen unserer heldennütr-
gen Krieger in aufopfernder und unermüdlicher Ar
beit erworben haben. Als Ausdruck meiner dank
baren Anerkennung, die jedem einzelnen an diesem
viAerländischen Werkt Beteiligten gilt, konnte ich
zu meiner aufrichtigen Freude und auf Vorschlag
der hohen Protektorin zahlreiche Auszeichnungen
verleihen. Zur Förderung der von dem Verein fo
erfolgreich -ausgeübten und mir auch für die Zu
kunft besonders am Herzen liegenden Kriegsfür-
forge will ich zugleich eine Zusiläumsfpeà von
188 888 Mark in deutscher Kriegsanleihe hiermit
bewilligen. Cie wird dem Hauptvorstande des
Vereins durch die Königliche Seehandlung über
wiesen werden. Eott der Herr schenke dem Vater
ländischen Frauenverein und allen seinen Gliedern
7’i
icrn eine quadratische Platte mit einer Zentimeter-
stala, einem Transporteur und -einer Diagnose. Die
Spu-renpchotog-ralwhi-e endlich hat vor -all-Hm den
Vort-eil, daß -gewisse Farben, die mit freiem Auge
nicht erkennbiar -sind, auf die -photogr-aphische Platte
'inwi-rken. -So zeigte sich z. B. die Photi-graphle
i-ner anücheinend -gesunden Frau mit dunklen jFlck-
şş-n übersät, un-d -bald darauf erkrankte die -betr-ef-
'snde Person auch tatsächlich an den Blattern. Zur
Zeit der Aufnahme waren aber die Flecken für den
Photographen noch nicht sichtbar gewesen. Schon
diese Beispiele zeigen die Wichtigkeit der Kamera
sur den Kri-minalisten. Leider ist aber der ph-oio-
graphische Appar-at charakterlos -genug, sich auch
von den -Verbrechern benützen zu lassen-, und na
mentlich unter den Spionen., Falschmün-zevn, An-ti-
qurtätenhändlern und llrkundenfäl-schcrn finden sich
zahlreiche photographische Künstler.
öMfüstiitlffie I
Der „Daily Chronicle" schreibt:
Der letzte und wichtigste Teil der Rede war,
vom deutschen Standpunkt gesehen, eine ganz ge- ì
'Şte Erwiderung aus Grey. Die Zeit ist aber ) Der „Daily Telegraph
Fiist fein, solange es durch das Mißtrauen und den
Argwohn, welcher die Rede des Reichskanzlers er
füllt, beherrscht wird.
für Deutschland vorüber, wo es an der Spitze des Ï
Weltrades stand. Wenn der vorgeschlagene Völker- ķ
bund einigen Wert haben soll, müsse er aus Völ-
kern bestehen, die die Unterschriften unter Ver
trägen respektieren. Welcher Platz könnte in einem I
derartigen Bund sein für das Deutschland von 1914 Î
oder für das Deutschland von heute, das tatsächlich
sämtliche Haager Abkommen zerrissen hat? Nach 's
Jahren dürfte vielleicht in einem derartigen Bunde j
Platz sein für ein anderes Deutschland, das durch f
Abrüstung diszipliniert, durch innere Umwälzungen ^
gesäubert und reformiert und im Lause der Zeit \
besser geworden ist. (!) Wenn man sagt, daß wir I
jetzt dafür kämpfen, daß Deutschland auf einen!
Platz zurückgeworfen wird, der geringer ist, als in |
dem Status quo, so lautet na-ürlich die Antwort I
bejahend. Niemand bedauert das mehr, als wir. ļ
Die „Daily Slews" erklärt:
Es ist schon etwas gewonnen, wenn Deutsch- j
land sich bereit erklärt, wenn auch nur auf dem
schreibt,
Papier mit anderen Nationen zusammen zu arbei
ten zur Aufrechterhaltung eines Friedens, den es
päter
lickst
»ersön
lz'üllnge
teres, ^
n ßefe«?
nonatllch
fl-tļl'sļ
fiijur
Bote Rossi?.
Roman von H. Töurths-Mahler.
şş.aHdruM »erSots».)
Es war eine köniZliche, ststze Erscheinung,
zum-a-l -sie durch die lange Schleppe noch- -größer er
schien, -die sie achtlos auf den Rasen hinter sich
Herzog.
Sie ging mit unbedecktem Haupte. Ein kost
barer, schwarzer Spitzensonnenschirm lag über ihre
Schultern, aber sie hielt ihn nicht schützend über
sich, da sich nur vereinzelte Sonnenstrahlen- durch
das dichte Laüb der Bäume drängten, die goldene
Neflexe über das helle, schimmernde Blondhaar
warfen.
Sie war schön, die stolze Frau, obwohl sie be
reits die erste Jugend hinter sich hatte. Gräfin
Gerl'.nde Ramberg zählte -bereits dreißig Jahre.
-Trotzdem zeigte ihr schönes, regelmäßig Mschnitte-
Nes Gesicht noch einen zarten, -blühenden Teint,
îĢ ķîsi -und rosig war, wie man ihn oft bei
Blonden- findet. Vielleicht hätten scharfe Auaeg,
Kanz in der Nähe bei Tageslicht in -diesem l-euck-
lenden Teint jenes gewisse Etwas entdeckt, das
bei voll erblühten- Rosen wie ein Hauch daran ge-
w.ahnt. daß n-ach dieser höchsten Stufe des Blüh,ens
bald das leise Welken beginnt. Aber so genau und
scharf beobachtet niemand eine schöne Frau.
I-- .. Ģr-otze, blaue Augen belobten das schöne
pesicht der einsamen Frau. So sanft diese Augen
oer meist blickten, manchmal konnte es darin auf
sitzen wie das Funkeln geschliffenen Stahls. Und
-nn bekamen diese sanften Augen einen seltsamen
^ergrschen und leidenschaftlichen Ausdruck. Mit
eiern Ausdruck sah sie jetzt auf die geschlossenen
̰>sit-erladen des Witwenh-aufes.
„Hier soll ich meine Tage vertrauern, nach
den Gesetzen des Hauses, dem ich durch meine Hei
rat angehöre? Nein — nein — solange ich e- ,
hindern kann-, soll das nicht geschehen. So gehen ş fern" dachte sie
Mîitîisnîîtnini rtt-c föris iS™ kt - « o - .
Lang-jam, rn stolzer und doch- anmutrgender
Königinnen ins Exil, die nicht mehr die Macht
haben, zu herrschen. Ich -ab-er -will herrschen — herr
schien und lieben — und geliebt werden."
-So dachte gewiß die schöne Frau, -als ihke
Augen so leidenschaftlich ausleuchteten.
Und dann wandte sie sich um und ging durch
in dc-r Vergangenheit fast offen verachtete. Es ist i
aber ein wenig zu spät dafür. Es dürfte aber eine {
Zeit dauern, bevor die Welt bereit sein wird, die |
Nation, welche in Belgien einbrach, als Wahrer
des Friedens zu begrüßen. Das kann niemals der i
www—— '
»Damit ist es nun vorbei. Wenn Rainer nach Ich bin ja gekommen, um Sie 'ein bischen-aufzu-
Ha'use kommt, will ich ihn in einem lichten Kleide heitern. Kommen Sie, steigen Sie ein zu mir,
oder -soll ich aussteig-en und mit Ihnen bis zunr
Schlöffe gehen?"
daß die öffentliche Meinung in Berlin und in den
Hauptstädten der Entente einen bezeichnenden Ee-
gensatz zeige. Die Alliierten erklären, daß sie ge
wisse Ziele erreichen wollen. Demgegenüber seien
die besonderen Streitfragen, mit denen sich der
Reichskanzler befaßt habe, nicht so wichtig für die
Alliierten. Das Blatt meint weiter, datz die Deut
schen schon viel Wasser in ihren Wein geschüttet
hätten. Die Alliierten lehnten es aber ab, Frie
densbedingungen zu erörtern, solange der Sieg noch
nicht errungen sei. Sobald die Deutschen die Frie
densbedingungen berühren, heisst es weiter, begeg
nen wir immer wieder der falschen Auffassung, datz
Deutschland eine hervorragende Stellung in Eu
ropa und in der Welt einnehmen mutz,
ie „Times" sagt,
daß die Kanzlerrede eine Eewiderung an Erey
habe sein sollen. Vethmann-Höllweg habe aber
sorgfältig vermieden, die großen Fragen in Ereys
Rede zu berühren, sich dagegen ausführlich mit dem
Versuch beschäftigt, Erey bei einigen untergeord
neten Punkten zu widerlegen. Dagegen habe er
die Alliierten und Neutralen verführen wollen,
nebensächliche Einzelheiten zu erörtern, um die
Aufmerksamkeit van der Hauptfrage abzulenken,
wer für den Krieg verantwortlich sei. Die „Times"
sagt dann weiter, datz die Versicherung des Kanz-
fol-an-ge ich- es f empfau-gen. Diese schwarze Farbe hält ihn mir
c- r, ors - ^ ~ ..Nein, nein, ich steige zu Ihnen, -denn ich
Haltung schrrtt ste werter. Als sie auf den orerten ! weiß, Sie sind keine Freundin von Sp-atteraän-
F-ahrweg kam, der den Park durchschnitt und nach - gen.,,
-à führte, sah sie eine Equipage heran- j „Oho- sagen Sie das nicht! Im bequemen,
; ' ^ v ^ f . I şŞeien Sportkleid, da bin ich gern bereit, ein
Ķ Fond derselben saß- erne lebhaft -bliànde : Stück zu laufen. Aber ich trage ein Schleppkleid
xŅls sie Schloß Ramberg vor sich Dame, etwas in der Mitte der Vierzig, in einer ' und dazu diese verwünschten und dock so enstrückew
S ^ uud betrachtete es mit j farbenfreudigen Toilette und mit einem reich mit ! den Stöckelschuhe. Sie 'Lsişi das Ģ ^
" 13 ’ U3en - Blumen g-arnrerten Hut. Trotzdem wirkte diese che Seite. Und daher ist es mir schon lieber wir
„Dort ist meine Heimat und soll es bleiben. 1 Grz-cheinung durchaus vornehm, denn die Farben i fahren zusammen."
Bei dir, Rainer! Wie lauge wirst du noch blind r waren -geschmackvoll zusammengestellt und gehör- ! "Ist © r , af Rambera noch nickt von keiner Reite
mein ganzes Sein dir -entgegendrängt, wie die
Blume dem Licht? — Ich -liebe dich, Rainer —
und du sollst mich lieben — ich lasse dich nicht los!
Alles, was mir das Leben noch leb-enswert macht,
halst du in deiner Hand — du — wo weilst du?
Weshalb bist du fortgegangen? Fühlst du nicht,
wie meine Seele nach dir verlangt, -ahnst du nicht,
daß dieses Trauerjahr das seligste meines Lebens
war, weil ich cs mit dir verleben durfte? Komm
heim, Rainer — ich sehne mich nach dir!"
Diese Gedanken und Wünsche erfüllen das
Innere der Gräfin Eerl'inde. Ein sehnsüchtiger
Seufzer-zitterte über ihre Lippen, und -in- den -Au
gen glühte die Sehnsucht auf, eine stolze, gebie
terische Sehnsucht, dig sich -eMvintz-en Will, was sie
sich Wünscht.
Nach einer Weile ging sie weiter. Nun- sie
ÎÏÏÄN^ĢiLkiesLestreutenWosie schritt ļ sogar Eintrittsgebühr bezahlen. So schone Frauen.
e mrt j wie Sie, mußten nur für Geld ^u i
ihre-
Als -sie die Gräfin erblickte, ließ sie den Wa- \ Nein, noch nicht," antwortete die Gräfin,
gen yalten uird winkte ihr lachend und lebhaft zu. ^ „Aber nun sagen Sie mir blos, was ist das
„Oreoite ©raun Eerlinde — guten Tag! Ich für eine Idee von ihm, so plötzlich -abzureiscn'i
wollte Zhnen m Ihre einsame Teestu-nde hinein-; Sicher ist er nach der Residenz oder noch Berlin
fallen. ^ Darf ich das? Sonst sagen Sie es mir \ gefahren. Aber da ist doch jetzt im Mai nichts mehr
ruhig, oann kehre ich wieder um." ; los."
Mit dem sauften Lächeln, das Gräfin Ger- - "Vielleicht besuchte er in Berlin seinen Bru-
liude stets zur Schau trug, trat diese an den Wa- ; der." Am Abend vor seiner Abreise hatte er wokil
gen heran. - die Absicht noch nicht, und am Morgen hà ich
„Es ist so lieb von Ihnen, Frau Baronin, s ''hn nicht mehr gesehen. Sonst hätte er mir wohl
daß Cie sich meiner Einsamkeit erbarmen. Ich ! Zweck und Ziel seiner Reise verraten."
habe einen Spaziergang durch den Park gemacht! „Nun, hoffentlich bleibt er nich mehr lange
und wollte soeben ins Schloß zurückkehren. Nun da er dem Diener gesagt hat, er bleibt nur einige
freue ich mich, daß ich zum Tee Gesellschaft habe." Tage aus. Sonntag sollen Sie nämlich mit dem
„tlnd ich freue mich, daß ich Sie wieder ein- Herrn Grasen bei uns zu mittag speisen. Sie
mal -ansehen kann; dafür würde ich, glaube ich, !dgen doch zu?"
«ns äs;;» -
M""-» - «ĶŞ Sà . Z»à «à sonnte, i Æ*» -Ģ !ch. ->ŞĢr-stn E-Mà -
C ï)tn b,e ņun lachen Sie schon. Dar i)t recht. 1 Herrgott, wie dieser Name famos Zu Ihnen patzt;