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Periost bis auf den Knochen. Von der Mitte des Schnittes
verläuft dann ein nur die Haut trennender 2. Schnitt etwa
1 cm lang senkrecht nach unten. Nun löst man sämtliche
Weichteile von dem Rande des Jochbogens mit dem sich
dicht am Knochen haltenden Messer und später mit dem
Elevatorium, immer von oben nach unten fortschreitend,
von der Vorderfläche des Kiefergelenks los. So wird Parotis,
Facialis und etwaige Gefäße ohne weitere Verletzung nach
unten gezogen und mit Haken nach unten gehalten. In
gleicher Weise muß man sich mit dem Elevatorium oder
mit dem hart am Knochen geführten Messer die vordere
und hintere Seite des Processus condyloideus freilegen.
Sodann führt man wiederum auf beiden Seiten hart am
Knochen schmale Elevatorien hinter und vor dem Kieferhals
herum, bis sie sich berühren. Geht man so vor, so ist an
eine Verletzung der Art. maxillaris int. nicht zu denken.
Man durchtrennt jetzt den Kieferhals mit dem Meißel. Ist
vollständige Synostose vorhanden, so muß sie noch dicht
unter dem Jochbogen getrennt werden. Sodann wird das
abgetrennte Stück mit dem dahinter geführten Elevatorium
herausbefördert. Dabei müssen die letzten Fasern des
Pterygoideus externus und etwaige Kapselreste enfernt
werden. Erscheint schließlich noch eine Entfernung des
Processus coronoideus notwendig, so braucht man nur den
Schnitt am Jochbogen um einige Centimeter medianwärts
zu verlängern. Von hier aus kommt man leicht auf den Fort
satz und beseitigt ihn mit Meißel und Säge. Dann führt
man als letzten Akt einen Dilatator zwischen die Zähne ein
und öffnet den Mund.
Eine weitere Orthopädie ist nicht nötig. Nun folgt
komprimierender Verband.
Diese Operation wurde seither oft und meist mit gutem
Erfolg angewandt, so von Ranke, Langenbeck, Mears,
Cabot (Prager med. Wochenschrift, 1888, Nr. 34). Trotz
dem man bei knöcherner Kiefergelenksankylose durch die