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Resektion des Gelenkfortsatzes und eines Teiles des Ramus
ascendens fast in allen Fällen das Leiden heilen konnte,
war es manchmal doch nicht möglich, das gewonnene
Resultat auch für die Dauer zu erhalten. Es kam durch
Wiederverwachsung der getrennten Knochenenden zu Re
zidiven, die erneute Operationen nötig machten.
Um diesem Übel der nach der Operation auftretenden
Rezidive abzuhelfen, empfahl Herr Geheimrat Helferich
(1894) die Interposition eines aus dem Schläfenmuskel ge
bildeten gestielten Lappens, nach Entfernung einer relativ
unbedeutenden Knochenpartie mitsamt dem Periost. Er
war dabei von dem Gedanken ausgegangen, daß die häufigste
Ursache der Pseudarthrosen nach Knochenfrakturen Inter
positionen von Gewebe zwischen die Knochenfragmente
ausmachen. Roser empfahl die Implantation von Silber
platten zwischen die Knochenenden.
Einen Schluß über Implantation zu ziehen, ist heute
noch nicht möglich, da die Menge der so operierten Fälle
noch eine zu geringe ist. Auch in unserem Falle hat ja
offenbar die Implantation der Parotis versagt.
In leichten Fällen von narbiger Kieferklemme ohne
Substanzverlust genügt die Dehnung der Narben oder die
horizontale Spaltung derselben vom Munde aus. In manchen
Fällen wird man zur Ablösung der Narbenmassen von
den Kiefern schreiten müssen. Fortgesetzte gymnastische
Übungen sind unerläßlich.
Bei Fällen von narbiger Kieferklemme mit ausgedehnten
Substanzverlusten, z. B. nach Stomastitis mercurialis, hat
Gussenbauer zuerst (1877) eine Methode empfohlen, die
später vielfach angewandt wurde. Die Operation beruht
auf der Idee, die verloren gegangene Schleimhaut der
Mundhöhle plastisch zu ersetzen und zwar, wegen Mangels
an Schleimhaut, möglichst vollständig durch Haut, um da
durch die Wiederverwachsung der Kiefer zu hindern. Die
Methode besteht im wesentlichen in dem Ersatz der Schleim