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Auch über der rechten Wange verläuft schräg eine
Narbe; sie ist nur schmal und auf der Unterlage beweglich.
Mit dem Finger und mit der Sonde gelangt man links
nur bis zum 2. Prämolarzahn unter die Wangenschleimhaut,
dann stößt man auf schwielige derbe Verwachsungen der
Wange mit dem Zahnfleisch an der Stelle, die dem eingezogenen
Teil der Narbe an der Wange entspricht. Nach
rechts hin ist der Raum zwischen Wangenschleimhaut und
Zahnfleisch nur bis zum 1. Molorzahn frei, dann folgen auch
hier Verwachsungen.
An der Oberlippe besteht ein Herpes, weshalb Operation
noch verschoben wird.
11. IV. Operation in Chloroformnarkose: Spaltung
der linken Wange vom Mundwinkel beginnend bis zum
Ende der Narbe reichend, mit Excision der Narbe. Es
ergibt sich, daß die Tasche zwischen Zahnfleisch und
Wangenschleimhaut vollständig obliteriert ist durch narbiges
sehr derbes fibröses Gewebe, wodurch Ober- und Unterkiefer
so fest verwachsen sind, daß es unmöglich ist, auch mit
Anwendung von Gewalt die Zahnreihen mit dem Mundspeculum
auseinander zu bringen.
Erst nachdem die Narben von der Außen- und von der
Innenseite von dem Kiefer abgelöst sind, kann der Mund
geöffnet werden. Die Molarzähne der rechten Seite sind
schräg nach innen gewachsen und sitzen sehr lose.
Auch an der rechten Seite finden sich narbige Züge
zwischen Ober- und Unterkiefer, die aber bei gewaltsamem
Aufsperren des Mundes von selbst einreißen. Tamponade
der Wundflächen auf beiden Seiten.
18. VI. Wunde reaktionslos. Tägliche aktive Übungen
im Mundöffnen, passives Entfernen der Zahnreihen von
einander mit dem Speculum. Aktiv kann Patient den Mund
soweit öffnen, daß man den kleinen Finger zwischen die
Zähne bringen kann. Passiv kann der Mund bis zur Breite
eines Daumens geöffnet werden. Mundspülungen, Tamponade.