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31. VI. Fortsetzung der Behandlung, die in täglichen
aktiven Übungen oder passiven mit dem Mundsperrer bestehen,
wobei die Kieferöffnung allmälig stets etwas weniger
weit möglich ist. Da auf diesem Wege offenbar keine
Heilung zu erzielen ist, wird von Herrn Geheimrat Professor
Dr. Helferich folgende Operation beschlossen und ausgeführt.
1. VII. Operation in Chloroformnarkose. Mit dem Speculum
wird der Mund geöffnet. Die narbigen Verwachsungen
sind wieder sehr fest geworden und es gelingt nur mit Mühe,
die Zahnreihen so weit auseinander zu bringen, wie sie
bei der ersten Operation waren.
Es wird sodann jederseits zwischen die Backzähne
ein festgewickelter Jodoformgazebausch gelegt. Feuchte
Tamponade auf die Wunde.
8. VII. Beiderseits wird zwischen Ober- und Unterkiefer
ein mit Jodoformgaze umwickeltes etwa 2,5 cm dickes
Korkstück eingezwängt. Infolgedessen klaffen die Zahnreihen
stark auseinander. Allgemeinbefinden gut. Tägliche Mundspülungen.
13. VII. Zahnreihen etwas weiter von einander entfernt,
aktive Beweglichkeit etwas vermehrt. Korkstück nur
noch links. Die täglichen Übungen werden fortgesetzt.
16. VII. Operation in Morphium-Chloroformnarkose.
Der Versuch, den Mund noch weiter zu öffnen, mißlingt;
deßhalb wird die Operation der Pseudarthrose beschlossen.
Leicht bogenförmiger Schnitt dicht am linken Unterkieferwinkel
dringt auf den Unterkiefer und legt die Glandula
submaxillaris in ihrem hinteren Teil frei. Nach Ablösung
der Weichteile an der Außenfläche des Kieferwinkels wurde
innen der Mundboden ausgehebelt, die Lösung der Mundschleimhaut
vom process. alveolaris gelingt nicht ohne
Eröffnung des Mundes von der Wunde aus. Nachdem so
der Unterkiefer rings und zwar nach dem Munde hin
weniger (2 cm) nach dem unteren Rande hin mehr (5 cm)