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freigelegt, wird mit Gigli’säge ein trapezförmiges Stück aus
dem Unterkiefer reseciert. Zwischen die Sägeflächen wird
etwas Bindegewebe und der hintere Zipfel der Submaxillar-
drüse eingenäht, um durch Interposition eine Pseudarthrose
zu erzielen. Durch Catgutnaht der Fascie und Zwirnnaht
wird die Wunde geschlossen, in den untersten Winkel ein
Drain eingeschoben.
24. VII. Verlauf nicht reaktionslos, aber ohne Fieber;
Rötung und Schwellung am linken Unterkieferwinkel, Eite
rung aus dem unteren Mundwinkel. Feuchte Verbände.
30. VII. Die Wunde am Kieferwinkel eitert noch,
außerdem tritt auch Eiter aus einer Öffnung am Alveolar
fortsatz.
4. VIII. Beweglichkeit etwas gebessert. Korkstück wird
weggelassen. Anwendung des Mundsperrers. Bewegungs
übungen in der Pseudarthrose.
11. VIII. Erfreuliche Besserung. Mund wird aktiv auf
4 cm geöffnet. Kieferwunde nahezu geschlossen.
31. VIII. Kiefer aktiv bis auf 3 cm, zwischen den
Zahnreihen gemessen, zu öffnen. Die Übungen mit Mund
sperrer deshalb in letzter Zeit eingestellt. Eine Fisteleiterung
am linken Kieferwinkel ist fast ganz versiecht.
26. IX. Durch tägliche Übungen hat sich die Beweg
lichkeit des Unterkiefers erheblich gebessert und zwar
geschieht die Bewegung vornehmlich im Kiefergelenk und
so gut wie nicht an der Stelle der Pseudarthrose. An
letzterer Stelle ist auch passiv nur geringe Beweglichkeit
vorhanden. Der Kiefer kann in der Gegend der hinteren
Molarzähne so weit geöffnet werden, daß man den Zeige
finger zwischen unteren und oberen Alveolarfortsatz legen
kann, also die hinteren Molarzähne etwa 1 cm von einander
entfernt sind. Die Schneidezähne des Ober- und Unter
kiefers sind so weit von einander entfernt, daß man
bequem den Daumen zwischen sie einlegen kann. Durch
Verwachsung der Narbe am linken Mundwinkel mit der