Volltext : Ein Fall von schwerer narbiger Kieferklemme

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Schleimhaut  des  Alveolarfortsatzes  ist  der  Raum  zwischen
Wange  und  Mundschleimhaut  verödet  von  der  Gegend  des
2.  Prämolarzahnes  an.
20.  X.  Die  Beweglichkeit  ist  die  gleiche  geblieben.
An  der  Pseudarthrose  ist  fast  keine  Beweglichkeit  zu  konstatieren. ­
  Zwischen  den  hinteren  Molarzähnen  besteht  bei
Öffnung  des  Kiefers  ein  Zwischenraum  von  knapp  1  cm,  die
Schneidezähne  können  etwa  IV2  cm  von  einander  entfernt
werden.
Da  an  der  Stelle  der  Pseudarthrose  nur  geringe  Beweglichkeit ­
  zu  konstatieren  ist,  so  ist  der  Erfolg  des
guten  funktionellen  Resultates  wohl  nicht  auf  Rechnung  der
Operation  der  Pseudarthrose  zu  setzen,  sondern  die  Heilung
wird  die  Folge  der  fortwährend  angestellten  täglichen
Übungen  sein.
Es  war  also  der  Fall  vor  der  zuletzt  vorgenommenen
Operation  der  Pseudarthrose  doch  nicht  so  hoffnungslos,
wie  zuerst  angenommen.
Die  weitere  Behandlung  wird  darin  zu  bestehen  haben,
ein  Rezidiv,  das  man  in  der  kurzen  Zeit  der  Beobachtung
nicht  fürchten  kann,  zu  verhüten.
Das  wirksamste  Mittel  hierzu  bleiben  mechanische
Dehnungen;  die  am  Kiefer  vorgenommen  werden,  sei  es
mit  dem  Mundsperrer,  oder  besser  allmählich  und  durch
wiederholte  tägliche  Sitzungen  mit  der  Mundschraube,  die
aus  Holz  gefertigt,  einen  Keil  darstellt,  der  sich  vermöge
der  in  seiner  Oberfläche  eingelassenen  spiraligen  Windung
immer  tiefer  zwischen  die  Zahnreihen  drängen  läßt.  Man
benutze  auch  möglichst  verschiedene  Stellen  des  Kiefers,
um  die  dehnenden  Instrumente  zu  applizieren,  weil  dieselben ­
  Zähne  den  häufig  wiederholten  Druck  nicht  vertragen
und  mit  periodontaler  Entzündung  reagieren.
Sollte  bei  der  primären  narbigen  Kieferklemme  als
Komplikation  eine  sekundäre  Myositis  auftreten,  so  wird
man  zu  ihrer  Bekämpfung  die  Massage  anwenden.
            
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